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JÜGLEE. — JULIA DE FONTENELLE.
Jugler, Johann Heinrich J. , geboren zu Lüneburg am 21. September1758, studirte seit 1777 in Leipzig und Göttingen und später in Berlin, promo-virte 1784 in Bützow mit der Diss.: „De collyriis veterum variisque eorumdifferentiis" und liess sich als praktischer Arzt in Boizenburg nieder. 1788wurde er Landphysicus in Wittingen; später verzog er in gleicher Eigenschaftnach Gifhorn, 1795 nach Lüchow und siedelte endlich 1809 nach Lüneburgüber, wo er am 27. Mai 1812 starb. Er ist Verfasser folgender Schriften, resp.Aufsätze und Abhandlungen: „ Bibliothecae ophtkalmicae specimen prirnum"(Hamburg 1783) — „Opuscula bina medico-litteraria: alterum specimen biblio-thecae ophtkalmicae primum, recensens auctores, qui usque ad Q. Sereni Sammo-nici aetatem in medicina oculari unquam claruere etc." (Leipzig und Dessau1785) — „Iiepertorium über das gesammte Medicinalwesen in den Braun-schweig-Lüneburg'sehen Kurlanden etc." (Hannover 1790) — „Kleine Aufsätzemedicinischen Inhalts" (Stendal 1795) — „Wie können billige Preise derApothekerwaaren, besonders der zubereiteten Arzneien, erhalten und gesichertwerdend" (Concurrenzschrift, Stendal 1795) — „Nöthiger Nachtrag zu derConcurrenzschrift: Wie können billige Preise etc." (Hannover 1798) — „Istes nothwendig und ist es möglich, beide Theile der Heilkunst, die Medicinund die Chirurgie, sowohl in ihrer Erlernung als Ausübung wieder zu ver-einigen etc. V (Gekrönte Preisschrift, Erfurt 1799) — „ I7r-0y.py.T0u; xspl Siio; :Hippocratis de visu libellus" (Helmstädt 1792) — „ h'epertorium für das Neuesteaus der Staatsarzneiwissenschaft und inneren praktischen Heilkunde seit 1801"(Braunschweig 1801), nebst einigen Aufsätzen im Hannoverschen Magazin (1789,90, 92, 96, 1806), der Monatsschrift von und für Mecklenburg (1791) u.s.w.
Elwert, I, pag. 263—76. — Blanck, pag. 93. — Biogr. med. V, pag. 374. —Dict. hist. III, pag. 287. — Callisen, X, pag. 36—41; XXIX, pag. 188. p g i_
Julia de Fontenelle, Jean-Sebastien-EugeneJ., war am 29. October1790 zu Narbonne geboren, war anfänglich Chemiker und Apotheker, wendetesich aber, auf Barthez's Rath, der Medicin zu, wurde in Montpellier Doctor der-selben , kam nach Paris, studirte noch unter Fodrcroy und Berthollet , ging1820 auf eigene Kosten nach Barcelona, um die dortige Gelbfieber-Epidemie näherkennen zu lernen und gab als Uebersetzuug aus dem Spanischen darüber eine:„Diss. sur la. fievre jaune d'Amerique" (1820) heraus. Während des Kriegesmit Spanien, 1823, war er Chefarzt des Haupt-Reconvalescentenhospitals für diecatalonische Armee. Nach seiner Rückkehr gründete er die Societe des sciences,physiques et chimiques und wurde deren Präsident. Um 1833 erhielt er eineMission nach Deutschland, um sich über die dortigen Leichenhäuser zu unter-richten. Von seinen sehr zahlreichen Schriften, abgesehen von der grossen Mengechemischer Aufsätze, die er verfasst hat, sind anzuführen : „ Recherches historiques,chimiques et medicales sur Vair maricageux" (Paris 1823), von der Acad. dessciences de Lyon preisgekrönt — „Manuel de chimie medicale" (Ibid. 1824) —„Manuel portatif des eaux minerales les plus employees en boissons" (1825) —eine Uebersetzung aus dem Italienischen: „Des effets de la castration sur le corpsInimain" (1825); ferner eine beträchtliche Anzahl von Schriften über angewandtePhysik und Chemie, namentlich in der Gewerbe - Hygiene; ausserdem: ,,L' artd'embaumer les cadavres chez les peuples anciens et modernes" (1835) — „Nouveaudiclionnaire de botanique medicale et pharmaceutique, etc." (2 voll., 1836), vonihm znsammen mit Barthez und einer Gesellschaft von Aerzten und Phannaceutenherausgegeben u. s. w. Er hat auch noch andere Handbücher der SammlungRoret bearbeitet, übersetzte aus dem Italienischen: Lippi, „Becherches sur leSysteme lymphatico-chylifere" (1830) — J. B. Mojon, „Conjectures sur la naturedu miasme produeteur du cholira asiatique" — A. A. Gouljj, „Guide pourles recherches et observations microscopiques" (1836), leitete zusammen mitBory de Saint-Vincent die „Bibliotlieque physico-econom 'n/ue", mit Pougens