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JANSEN. — JANY.
zur Uebung derselben am Leichnam" (Ebenda 1861) und schliesslich Wunderlich 's„Krankheiten der Blase und der männlichen und weiblichen Geschlechtswerkzeuge"(Amsterdam 1862). J. starb im Juli 1885.
Jonckbloet, Gedenkboek der Hoogeschool te Groningen. q g Da, n jgl g ,
Jansonius, Samuel J. , dessen Geburtsort und Geburtsjahr unbekanntsind, soll 1660 das „jus practieandi" bekommen haben. Nach langen Reisen durchWest-Indien, England und Deutschland scheint er erst in Maestricht wirksamgewesen zu sein und sich darnach in Rotterdam als praktischer Arzt niedergelassenzu haben. Er publicirte: „Flagellum veneris, ofte verhael van Venus plaege
ofte vuyle Pocken Met byvoeging van veelderhande uyt-gesochte Oenees-
rniddelen" (Rotterdam 1680, 1681; Amsterdam 1682; Rotterdam 1736; deutschDresden 1703) und „Körte en bondige verhandeling van de voortteeling ent' kinderbaaren met den aenkleven van dien" (Amsterdam 1680, 85, 88, 95,99, 1706), in welchen beiden Büchern sehr gute, wirklich wissenschaftliche Mit-theilungen vorkommen, während er in dem letzteren Dr. Paulus Chamberlen,dessen Vater und zwei Brüder als die „ausgezeichnetsten Geburtshelfer iu Irlandund England nennt, welche sich bei Querlagen des Kindes einer Methode bedienen,womit man viel bessere Resultate bekommt, wie in Frankreich." Wann J. starbist mir unbekannt geblieben.
Banga, pag. 637. C. E. Daniels.
Jantke, Johann Jakob J., zu Altdorf, geboren zu Brieg in Schlesienam 30. Januar 1687, studirte in Leipzig, Halle und Altdorf, promovirte daselbst1710 zum Dr. med., machte dann eine wissenschaftliche Reise, von der zurück-gekehrt er 1713 zum Leibarzt des Herzogs Theodor in Sulzbach und Prof. e. o.der Physiologie und Pathologie in Altdorf, 1714 aber zum Prof. ord. ernanntwurde. 1751 war er Kanzler der Universität und starb am 22. März 1768. Erist Verfasser einer grossen Reihe von Dissertationen, von denen eine Anzahl ver-einigt u. d. T.: „Manuductio ad verarn theoriam morborumque praxin clinicam"(Altdorf 1737) erschien. Ferner rühren von ihm her: „Kurzer und nothwendigerUnterricht, wie sich Jedermann bei der an vielen Orten einreissenden pesti-lenzialischen Seuche verwahren und davon befreien möge" (Sulzbach 1718) —„Selectus materiae medicae in gratiam philiatrorum et practicorum juniorum,LXV1 tabulis conscriptus, etc." (Nürnberg und Altdorf 1709 ; 1731; 1749) u. a. m.
Börner, I, pag. 555, 922; III, pag. 399. — "Will u. Nopitscli, II, pag. 225.YI, pag. 145. — Baader, I. pag. 56. — Biugr. med. V, pag. 346. — Dict. hist. III, pag. 275.
Pgl.
Janus Damascenus, s. Araber, Bd. I, pag. 167, Nr. VII.
Januszkiewicz, Ludwig J., geboren am 12. Juli 1835 in Wilna, studirtein Petersburg, wo er 1859 promovirt wurde, 1856—58 brachte er in Berlin,Wien, Prag, Paris und London zu, wo er sich eifrig dem Studium der Chirurgieund Augenheilkunde hingab, seit 1859 war er consultirender Arzt des städtischenKrankenhauses und Primarius am Maximilian-Institute zu Petersburg, sowie Ober-chirurg der Warschau-Petersburger Eisenbahn, 1863 während der polnischenInsurrection war er in den Feldspitälern thätig; er ertrank (im Juli 1872) imBug bei Brzesc Litewski. Er schrieb: „0 ranaeli w ogölnosci" (Ueber Wundenim Allgemeinen, Petersburg 1863) — „Mittheilungen aus dem Gebiete derGalvanochirurgie" und „Mittheilungen über die Operation einer Schenkelhernie"(St. Petersburger med. Wochenschr., 1869 und 1870). K & P
*Jany, Ludwig J., Augenarzt in Breslau, geboren zu Friedrichgrätz,Kreis Oppeln in Oberschlesien am 5. October 1833, studirte in Breslau von1854—1858, promovirte daselbst 1858 und machte darauf Studienreisen nachBerlin, Wien, Paris, London, Utrecht. Nachdem er von 1859—64 als Assistentan der Augenklinik des Prof. Förster gewirkt hatte, gründete er 1865 eine