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3 (1886) Haab - Lindsley
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JANIKOWSKI. JANKE.

Mediein und Medicinalpolizei übertragen, den er bis zu seinem am 21. April1881 erfolgten Tode inne hatte. 1866 redigirte er in Warschau denPamietnikTowarzystwa lekar slciego", von 186976 war er Mitredacteur des KrakauerPrzeglqd lekarski" , von 187780 leitete er die Herausgabe desDwutygodnikmedycyny publicznej" auch als Schriftsteller war er sehr thätig und veröffent-lichte in den so eben genannten drei Fachblättern von 185981 über 140 grössereund kleinere, zum Theil sehr werthvolle Aufsätze aus dem Gebiete der gericht-lichen Mediein und öffentlichen Gesundheitspflege. K & P

Janin de Combe-Blanclie , Jean J., berühmter französischer Augen-operateur, geboren in Carcassonne am 12. Juni 1731, begann seine ersten medi-cinischen Studien am Hospital seiner Vaterstadt, ging dann nach Montpellier, woer sieh speciell mit Augenheilkunde beschäftigte und Hess sich darauf etwa 1756als Arzt in Colmette bei Nimes nieder, er ging dann aber nach Avignon underlangte hier durch seine erfolgreichen Operationen an Augenkranken so grossenRuf, dass er mehrfach zu Consultationen weithin berufen wurde. Einem an ihnergangenen Ruf nach Lyon mit dem Titel eines Oculiste de ville leistete er Folge,wurde dort Vorsitzender des College de Chirurgie und operirte mehrere hervor-ragende Persönlichkeiten, so den Cardinal de Rohan und 1777 den Herzog vonModena (Franz III. von Este), der ihn aus Dankbarkeit zum Leibarzte ernannteund ihm eine lebenslängliche Pension von jährlich 2400 Frcs. dedicirte. DieUniversität von Modena ernannte ihn zum Professor honoris causa. Neben seinemSpecialfach beschäftigte er sich viellach auch mit hygienischen Arbeiten, besondersmit Experimenten behufs Erforschung der Mittel zur Bekämpfung schädlicherBodenausdünstungen. Nachdem J. 1787 noch nobilitirt war, starb er um 1799.Ausser verschiedenen Journalartikeln schrieb er: Observations sur une fistulelacrymale, occasionne par un coup de feu" (1765)Observations surplusieurs maladies des yeux" (Lyon 1768) Memoires et observations ana-tomiques, physiologiques et physiques sur l'oeil et les maladies qui affectentcet organe" (Lyon 1772; deutsch von Selle , Berlin 1776; 1788); in diesemWerke finden sich die ersten Versuche mit zwei complementär gefärbten Gläser vorbeiden AugenReflexions sur le triste sort des personnes qui sous uneapparence de mort ont ete enterrees Vivantes etc." (Paris und Haag 1772),,L' antimepliitique ou moyen de detruire les exhalations pemicieuses et mortellesdes fosses d'aisance etc." (Paris 1781, 82) und einige kleine Schriften überdenselben Gegenstand; ferner:Reponse a M. O'Ryan sur le magnetisme animal"(Geneve et Lyon 1784). Die Arbeiten J.'s tragen alle den Stempel gründlicheranatomischer und physiologischer Bildung ihres Verfassers. Man schreibt J. auchdie Autorschaft einer kleinen satirischen Schrift gegen Gdekin , den Chirurgienen chef des Hötel-Dieu in Lyon, der sich auch mit Augenkrankheiten beschäftigte,zu. In der Pharmacopoe ist J.'s Name verewigt durch zwei Präparate, nämlichdasUnguent. ophthalmicum Janini" und dasEmplastr. vesicator. Janini".

Breghot du Lut et P6ricand, pag. 154, Nouv. biogr. gen. XXVI, pag. 331.

Dict. hist. III, pag. 271 Ersch et Gruber, Encyelopädie, Art. Janin. flaeser,

Gesch. der Med. II, pag. 705. Poggendorff, I, pag 1190. Hirsch, Gesch. der

Angenheilk. pag. 32Ü u. s. w. m t> i

° Magnus. Pagel.

Janke, Johann Gottfried J., in Leipzig, war am 16. November 1724in Bautzen geboren, studirte in Leipzig, promovirte daselbst 1751 mit der bemer-kenswerthen Arbeit:Diss. 1 et 11 de ossibus mandibularum puerorum septen-niurn" und wurde zum Prosector am anatomischen Theater berufen, 1753 zumProf. e. o. der Anatomie und 1754 zum Prof. ord. der Anatomie uud Chirurgieernannt. Doch ging J. bereits nach kurzer Wirksamkeit in dieser Stellung am20. Januar 1763 an den Folgen eines bösartigen Fiebers zu Grunde. Ausser deroben genannten Dissertation verfasste J. noch:Commentatio de foreipe et forfice,ferramentis a Bingio, Hafniensi chirurgo, inventis eorumque usu in partu