1MRAY. — INGEN-HOUSZ.
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Dysenterie. I. ist wichtig durch seine hervorragenden Arbeiten auf dem Gebieteder Pathologie und Therapie des gelben Fiebers. Die erste derselben erschien1838 im Edinburgh Medical Journal, drei Jahre später ein Aufsatz: „On thenature, causes and treatment of yellow fever". Später folgte eine ganze Keiheweiterer Artikel, so: „Charcicters of endemic fever in the island of Dominica"(Edinb. Med. Journ., 1848) und als letzter in dieser Serie: „Treatment oftetanusby opium and hydrate of chloral in combination" (Ibid.). 1873 veröffentlichteI. in Gavin Milroy's „Report on leprosy and yaws in the West Indies" einenAufsatz u. d. T.: „Memoirs on yaws", durch den sich der Verfasser als einerder ersten und besten Kenner der Framboesia documentirt. Uebrigens war I.auch ein tüchtiger Botaniker und lieferte auch botanische Aufsätze für ver-schiedene Zeitschriften.
Med. Tim. and Gaz. London 1880, II, pag. 417. — Lancet. 1880, II, pag. 559. — BritishMed. Journ. 1880, II, pag. 644. Pgl.
Ingen-housz, Jan J., am 8. December 1730 in Breda geboren, studirteron 1746 an in Löwen, wurde daselbst 1752 Dr. med., studirte weiter in Leyden,Paris und Edinburg und war von 1756 bis 1765 als Arzt in seinem Geburtsortewirksam. Darauf zog er nach London, wo er mit Hdnter, Monko, Prinöle undanderen Gelehrten verkehrte und bald Mitglied der Royal Society wurde, in derenAnnalen viele seiner Abhandlungen aufgenommen sind. In London beschäftigte ersich hauptsächlich mit der Inoculation und war bald einer der grössten Befördererdieser Operation, welche er stets nach Ddisdale's Methode ausführte. Als nundie Kaiserin Maria Theresia zwei Kinder an den Pocken verloren hatte, Hesssie sieh von Pringle , dem Leibarzte des Königs von England, einen Arzt schicken,dem sie die Inoculation ihrer Kinder anvertrauen konnte. I. dazu ausersehen, reiste1760 nach Wien, inoculirte drei ihrer Kinder, nachdem er erst 200 arme Kinderin einem Dorfe bei Wien zur Probe inoculirt hatte, mit erwünschtem Erfolge undwurde dafür zum Hofrath und Leibarzte der kaiserlichen Familie ernannt. In denJahren 1768—72 war er vielfach auf Reisen in Italien, der Schweiz, Holland,Paris und London, wo er sich an einem ihn sehr quälenden Blasenstein behandelnHess, ging dann von Wien nach Florenz, wo er auf die Bitte der Kaiserin dieKinder des Herzogs von Toscana und viele andere Kinder aus vornehmen Häuserninoculirte. Von einer langen Reise durch Ungarn und Böhmen nach Wien zurück-gekehrt, vermählte er sich mit der Tochter des bekannten Professors N. J. Jacquinund widmete sich von da an wieder mehr seinen naturwissenschaftlichen Studien,welche ihn schon in Breda beschäftigt hatten und damals die Praxis mit derStudirstube in London hatten vertauschen lassen. Er ging später nach Parisund nach London, wo er nach einer langen Krankheit am 7. September 1799starb. I. hat sich um die Naturwissenschaften mehr als um die Medicin verdientgemacht; es sind ihm verschiedene sehr wichtige Entdeckungen zu danken.Schon kurz nach seiner Etablirung in Breda, deshalb längere Zeit vor Ramsdensie benutzte, Hess er sich grosse gläserne Platten für die Elektrisirmaschine machen,wie sie noch heute angewendet werden. Ausser einigen Verbesserungen an demEudiometer und sehr interessanten Untersuchungen mit Experimenten über die Er-nährung der Pflanze, entdeckte er, dass die Pflanzen die Kohlensäure aus deratmosphärischen Luft in der Nacht aufnehmen und dagegen am Tage Sauerstoffabgeben und die Gesetze, wonach die Wärme durch die verschiedenen Metallefortgepflanzt wird. Er schrieb hauptsächlich: „Lettre a Mr. Chats sur lanouvelle methode d'inoculer la petite veröle" (Amsterdam 1760) > — „Anatomyof the electric ray or cramp fish" (Philos. Transact., 1775) — „ Easy methodsof measuring the diminution of balk, taking place on the mixture of commonand nitrous air" (Ibid. 1776) — „A ready way of lighting candle by a verysmall electric spark" (Ibid. 1778) — „Account of a new kind of inflammablegaz" (Ibid. 1779) — „Improvement on electricity" (Ibid. 1779) — „Experi-ment upon vegetables, discovering their great power of purifying the common air