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GUTFELU. — GUTHRIE.
1802) -—• „ lieber das Verhältniss der Wechselerregung, Nervenwirkung undBewegung im thierischen Organismus" (Göttingen 1803) — „Einleitung in dieLehre von den ansteckenden Krankheiten und timchen" (Posen 1804) u. A.
Dict. bist. II, pag. 672. Pgl.
Guthrie, George James G., zu London, berühmter Chirurg und Feld-arzt, war daselbst am 1. Mai 1785 geboren, wurde mit 13 Jahren Lehrling beieinem Chirurgen, besuchte die Marylebone Infirmary und den Unterricht in dem(Militär-) York Hospital, wo er bereits als Prosector fungirte, und erlangte 1801,noch nicht 16 Jahre alt, das Diplom des College of Surgeons. Er wurde daraufAssistant-Surgeon bei einem Regiment, ging 1802 mit demselben nach Nord-Amerika, wo er bis 1807 verblieb, und, zum Surgeon avancirt, nach Europazurückkehrend, in der Nähe von Cadix landete. 1808 begannen für die unterSir ArthurWellesley (W ellington) stehende Armee die Kämpfe in Spanienund Portugal, in denen G. gegen 22mal sich im Feuer befand und als Chirurgsich auszuzeichnen Gelegenheit hatte. Er erlangte nacheinander den Rang alsStaff-Surgeon und Deputy-Inspector und verfasste noch vor seiner Heimkehr einenvon Hooper in England publicirten Aufsatz über Arterienwunden und einenanderen: „On the facility of performing the Operation of amputation of theshoulder-joint" und legte dort den Grund zu seinen: „Observations on the treat-ment of venereal disease, without mercury" (Med.-Chir. Transact. 1817). DieSchlacht bei Toulouse machte seiner feldärztlichen Laufbahn ein Ende; er wurde1814 auf Halbsold gesetzt und fand jetzt Gelegenheit, seine auf dem Gebiete derChirurgie gemachten Erfahrungen, die in vielen Stücken von den Anschauungen,welche die berühmtesten seiner Zeitgenossen hatten, abwichen, durch den Druckbekannt zu machen. Während des Feldzuges von i815 hatte er es abgelehnt,eine officielle Stellung einzunehmen, jedoch war er als Privatmann auf dem Kriegs-schauplatze kurze Zeit anwesend und führte u. A. eine Exarticulation im Hüft-gelenk an einem französischen Soldaten mit Erfolg aus. Seine epochemachendeSchrift über Kriegschirurgie war: „On gun-shot wounds of the extremities,requiring the different Operations of amputation, and their aftertreatment; etc."(London 1815; 3. edit. u. d. T.: „A treatise on gun-shot xvounds, on inßam-mation, erysipelas. Being a record of the opinions and practice of the sur-gical department of the British army, at the termination of the wars in Spain,Portugal, France and the Netherlands, in 1814 und 1815", London 1827;5. edit.: „Commentaries on the surgery of war in Portugal .... Revised to1853, 1853; 6. edit.: . . . ., witli additions relating to those in the Grimea,in 1854— 5 . . . Revised to October 1855", 1855; Philadelphia 1862; deutscheUebersetzung von G. Spanc.e'nberg , Berlin 1821). In der letzten Auflage seinesberühmten Werkes konnte er noch über Erfahrungen berichten, die von seinenSchülern vor Sebastopol gemacht und ihm zur Verfügung gestellt worden waren.1816 begann er seine Vorlesungen über Chirurgie zu halten, die er fast 30 Jahrelang fortsetzte und die von fast allen Aerzten der Armee, der Flotte und derOstindischen Compagnie besucht worden sind. In demselben Jahre noch gründeteer eine Infirmary for Diseases of the Eye, die seitdem zu dem Royal WestminsterOphthalmie Hospital bei Charing-Cross sich erweitert hat. Bald darauf schrieb er:„A treatise on the Operation for the forrnation of an artificial pupil; etc."(London 1819, w. 2 pl.) und später: „Lectures on the operative surgery of theeye . . . Containing a new method of operating for cataract hy extraction, etc."(Ebenda 1823; 2. edit 1827; 3. edit. 1838). Er wurde 1823 zum Assistant-Surgeon und 1827 zum Surgeon am Westminster Hosp. erwählt, gab seine Stellung •1843 aber auf, um seinem Sohne für eine Stelle als Assistant-Surgeon Platz zuinachen und wurde 1848 zum Consulting Surgeon ernannt. Die werthvollen Schriften,die er noch, neben einer Anzahl von Aufsätzen in Zeitschriften (Lond. Med. andPhys. Journ., Lond. Med. and Surg. Journ., Lond. Med. Reposit., Lond. Med.Gaz., Lancet, Med.-Chir. Review, Transact of the R. C. S. in London), verfasste,sind: „On the diseases and injuries of arteries, with the Operations required