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2 (1885) Chavet - Gwinne
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GLEDITSCH. GLEIZE.

Aufsätze zuerst veröffentlicht ist. Mit Ltnnk war er eng befreundet. Er starb am5. October 1786. Von medicinischen Schriften sind zu nennen:Anweisung zumReceptschreiben" (Berlin 1757; 1761)Anleitung zu einer vernunftmässigenErkenntnis s der rohen Arzneymittel" (Ebenda 1767)Einleitung in dieWissenschaft der rohen und einfachen Arzneymittel u. s. w." (Ebenda 1778 bis1781)Botanica medica oder Lehre von den vorzüglich wirksamen ein-heimischen Arzneygewächsen" (Ebenda 1788-1789, 2 Bde.). Ausserdem zahl-reiche ökonomische und botanische Abhandlungen und Schriften. Eine Biographievon G. schrieben Willdenow und Usteri (Zürich 1790).

Boerner, III, pag. 586, 649. Baldinger, pag. 54. Biogr. med. IV,pag. 446450. Pg|

Gleichen-Russwurm, Friedrich Wilhelm von G.-R., geboren inBayreuth am 14. Januar 1717, erhielt eine specifisch militärische Erziehung uudmachte 1741 als markgräflich-bayreuthischer Major den ersten schlesischen Kriegunter Friedrich d. Gr. mit. Nachdem er 1748 von seiner Grossmutter mütter-licherseits unter der Bedingung, ihren Familiennamen Russwurm zu adoptiren,ein bedeutendes Vermögen geerbt, nahm er 1756 seine Entlassung uud beschäftigtesich bis zu seinem Tode am 16. Juni 1783 ausschliesslich mit den Naturwissen-schaften, und zwar speciell mit mikroskopischen Untersuchungen. Er veröffentlichte:Das Neueste aus dem Reiche der Pflanzen oder mikroskopische Vorstellungenund Beobachtungen der geheimen ZeugungstheiJe der Pflanzen in ihrenBlüthen etc." (2 Bde., Nürnberg 1762, 63 foi.; 1790; französ. Uebers. Ebenda1770)Geschichte der gemeinen Stubenfliege" (Ebenda 1764; 1790, 4.;französ. Uebers. 1766 ; 1790) Versuch einer Geschichte der Blattläuse u. s. w."(Ebenda 1770; 1787, 4.) -Abhandlung über die Saamen- und Infusions-tierchen u. s. w." (Ebenda 1778, 4.)Abhandlung vom Sonnenmikro-skop u. s. w." (Ebenda 1781, 4.); ferner eine grosse Zahl von Aufsätzen in denFränkischen Sammlungen",Neuesten Mannigfaltigkeiten",Beschäftigungennaturforschender Freunde". Endlich hat er in einem Aufsatz im Archiv derNatur und Physik (Dessau 1782)Von Entstehung, Bildung, Umbildung undBestimmung des Erdkörpers" eine neue kosmologische Hypothese aufgestellt.

Biogr. med. IV, pag. 450 Pgl.

Grleitsmann, Joseph G., zu Bamberg, war am 15. Juli 1810 zu Burg-grub (Bezirksamt Ebermannstadt) in Bayern geboren, studirte in Würzburg von1830-33, wurde daselbst mit der Inaug.-Abhandl.:Einige Untersuchungenüber den sogenannten Abdominaltyphus" (Würzburg 1834) Doetor, prakticirtedarauf in Bamberg, machte 1836 mit einem Staats-Stipendium eine wissenschaft-liche Reise nach Oesterreich und Sachsen, wurde in demselben Jahre zum Prosectoran der neu errichteten Baderschule in Bamberg, und nach Aufhebung derselben1843 zum Gerichtsarzt in Monheim ernannt. 1857 wurde er zum dirigirendenArzt des Allgemeinen Krankenhauses in Bamberg berufen und verblieb in dieserStellung bis zu seiner im Jahre 1881 wegen Krankheit und Alter gewünschtenQuiescirung. Er verfasste mehrere gerichtlich-medicinische Aufsätze in Zeitschriftenund war langjähriger Referent in Canstatt's und Eisenjiann's Jahresberichten,und zwar über Orthopädie. Er starb am 20. Juni 1882.

Ja eck, Zweites Pantheon. Bamberg, pag. 45, 151. G.

Gleize, lebte im 18. Jahrhundert, war Magister der Chirurgie, Augenarzt amCollege royal de Chirurgie in Orleans, sowie beim Herzog von Orleans und Grafenvon Artois. Er gab heraus:Nouvelles observations sur les pratiques maladies del'oeil et leur traitement" (Paris 1786; Orleans 1811)Mem. sur l'ophthal-mostate de M. Demours etc." (Journ. de med., chir. et pharm. 1788) Mem. sur les avantages du seton a la nuque dans les ophthalmies humides