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GIBSON. 549
Gibson, Thomas G., englischer Theologe und Arzt aus dem 16. Jahr-hundert, geboren in Morpeth (Northumberland), gestorben 1562 in London, schriebein Buch über Prophylaxis und Behandlung der Pest (1536, 4.).
Aikin, pag. 87. — Hutchinson, I, pag. 354. — Biogr. med. IY, pag. 417.
Pgl.
Gibson , John G., Dr. med. und Chirurg der englischen Marine, lebteim vorigen Jahrhundert und schrieb : „ Treatise on continual.... fevers" (London1769) — „A treatise on bilious diseases and indigestion" (Ebenda 1799) u. A.
Dict. hist. II, pag. 546. Pgl.
Gibson, Benjamin G., im September 1774 in Newcastle-upon-Tynegeboren, hatte zuerst bei einem in jener Stadt sehr beschäftigten Arzte Inghamärztlichen Unterricht genossen, ging später nach London, um namentlich desanatomischen Unterrichtes von Baillie theilhaftig zu werden, und sodann zurVollendung seiner Studien nach Edinburg. Seit dem Jahre 1799 fungirte er achtJahre lang als Assistent in der Praxis des Arztes White in Manchester, habilitirtesich alsdann selbststäudig und wurde als Chirurg an der dortigen Infirmary ange-stellt. Sehr bald erlangte er einen grossen Ruf als Chirurg und Ophthalmiater,gleichzeitig hielt er mit vielem Erfolge Vorlesungen über Anatomie, an welchensich viele Studirende betheiligten. Sein Eifer fiir das Studium und die praktischeThätigkeit erschöpften frühzeitig seine Kräfte, es stellten sich Erscheinungen einerLnngenatfection ein und so erlag er schon in einem Alter von 37 Jahren, vonseinen Collegen und Mitbürgern wegen seiner persönlichen Liebenswürdigkeit, derOffenheit seines Charakters, der Verachtung von Gemeinheit und Eigennutz, hochgeschätzt, am 3. Februar 1812 der Lungenschwindsucht. Von seinen Schriftensind namentlich die in den Memoiren der philosophischen Gesellschaft von Manchesterveröffentlichten Arbeiten „Observations on the effect of madder-root on the bonesof animals" und „On the use of the sutures in the bones of animals'', vorAllem „Practical observations on the formation of an artificial pupil in severalderanged states of the eye, to which are annexed remarks on the extraction ofthe soft cataract and those of the membranous kind, tlirough a puneture in theCornea" (London 1811) hervorzuheben; in der letztgenannten Schrift giebt ereine Kritik der bisher gebräuchlichen Methoden der künstlichen Pupillenbildungund empfiehlt vor Allem die von Beer gelehrte Iridectomie.
Wardrop im Edinb. Med. and Sarg. Journ. 1814, Jan. 1. A. Hirsch.
Gibson, William G., berühmter amerikanischer Chirurg zu Philadelphia,war 1788 zu Baltimore geboren, wurde 1809 in Edinburg lJoctor, war später Professorder Chirurgie an der Universität von Pennsylvanien und Chirurg mehrerer Kranken-anstalten. Er schrieb: „Strictures on Mr. Pattison's reply to certain oraland, written criticisms" (Philad. 1820; 2. edit., 1820) nebst folgenden bedeutendenchirurgischen Beobachtungen: „Remarks on bronchocele or goitre" (Chapman'sPhilad. Journ. of Med. and Phys. Sc. 1820) — „ The liistory and treatment ofbony tumours" (Ebenda 1821) — „Reflexions on the treatment of fracturesof the thigh; with an account of a new apparatus" (Ebenda 1822) — „Gaseof rupture of the axillary artery in a successful attempt to reduce an oldluxation of the shoulder-joint" (Ebenda 1823); ferner beschrieb er einen Fallvon Verwundung mit Unterbindung der Art. iliaca communis (Amer. Med. Record.,Vol. III) und „ Gase of axillary aneurism (from the reduetion of on old luxationof the shoulder-joint) in which the subclavian artery was tied" (Amer. Journ.of the Med. Sc. 1828). Am bekanntesten und verbreitetsten aber ist sein Lehrbuchgeworden, welches eine Reihe von Auflagen erlebte: „The institutes and practiceof surgery being the outlines of a course of lectures" (2 voll., Philadelphia1824; 1827; 7. edit. 1845). Später erschienen von ihm noch u. A. „A slcetch oflithotripsy, with cases" (Amer. Journ. of the Med. Sc. 1836) und als Fruchteiner nach Europa unternommenen Reise folgende zwei Schriften: „ Sketches of