Druckschrift 
2 (1885) Chavet - Gwinne
Entstehung
Seite
322
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

322

FABEK. FABEICE.

Novae Hispaniae" (Rom 16481651, fol.)De anvrnalibus indicis apudMexicum« (Rom 1628, fol.). Max Salomen.

Faber, Albert Otto F., geboren in der ersten Hälfte des 17. Jahrhundertszu Lübeck, praktieirte zuerst in seiner Vaterstadt, sodann in Hamburg. Nachdemer darauf kürzere Zeit Leibarzt des Fürsten von S u 1 z b a c h gewesen, folgte ereinem Rufe König Karl's II. von England als Armeearzt nach London und starbdort im Jahre 1666. Man hat von ihm folgende Werke:Paradoxa de morb >gallico" (Altona 1660, 4.) undPractica recensitio de auro potabili medicinali,ejusque virtute" (Amsterdam 1672, 8.). Max Salomon.

Faber , Johann Matthias F., geboren zu Augsburg, ward Leibarztdes Herzogs von Württemberg, Stadtarzt zu Heilbronn und starb am 21. September1702. Ausser einerBeschreibung des Wild- oder Heilbrunnen zu Rae/heim"(Frankfurt 1669, 4.) haben wir von ihm noch einige pharmakologische Schriften.

Max Salomon.

Faberi, s. Araber VIII.

Fabre, Pierre-Jean F., Ende des 16. Jahrhunderts geboren, inMontpellier ausgebildet, übte seine Kunst in seiner Vaterstadt Castelnaudary aus.Er sorgte durch Prahlerei mit allerlei mystischen Mitteln dafür, sich unter seinenZeitgenossen berühmt zu machen und schrieb viele, zum Theil mehrfach aufgelegteWerke unter ähnlichen Titeln, wie dasPalladium spagyricum" (Toulouse 1624;Strassburg 1632)Chirurgia spagyrica, in qua de morbis cutaneis omnibusmethodice agitur etc." (Toulouse 1626 ; Strassbtirg 1632)Myrothecium spa-gyricum" (Toulouse 1628, 1646; Leipzig 1632)Hercules pio-chemicus etc."(Toulouse 1634)Repugnaculum alcliimi'ie" (Daselbst 1645)De auropotabili medicinali" (Frankfurt 1628) und ähnliche. Endlich sind alsOperamedico-chymica" (2 Bde., Frankfurt 1652, 1656; deutsch Hamburg 1713, 1730)die meisten seiner Schriften vereinigt. Rel j

Fabre, Pierre F., aus Tarascon, unbekannten Geburtsjahres, studirtein Paris und war 8 Jahre lang Specialschiilcr J.-L. P etit's. Nachdem er schonin den Jahren 17461747 die Aufmerksamkeit der Academie royale de Chirurgieauf sich gelenkt hatte, erregte er durch seinen 1758 in Paris zuerst erschienenenEssai sur les maladies v&neriennes ou Von expose la methode de M. Petit",der in der Folge viele Ergänzungen, Zusätze, Streitschriften etc. (1765, 1779,1780, 1782, 1786) hervorrief, allgemeines Aufsehen. Er wurde 1765 Prevöt derChirurgen, 1770 Professor am College royale de Chirurgie und darf nicht blosals ein erfahrener Syphilidolog, sondern auch als ein höchst physiologisch denkenderKopf bezeichnet werden. Weitere bemerkenswerthe Schriften von ihm sind: Essaissur dijfirents points de physiologie, de pathologie et de therapeutique" (Paris1770, 1783)Beflexions sur la chaleur animale" (Daselbst 1784)Becherches sur la nature de Vhomme etc." (Daselbst 1776)Becherchesdes vrais prineipes de l'art, de guerir" (Daselbst 1790). In dem Recueil deroben genannten Akademie finden sich ausserdem von F.: Untersuchungen überschmerzstillende und andere Mittel, über Geschwürsheilung etc.

Dict. bist. II. Eed.

Fabrice, Christian Erich von F., zu Altdorf im Rezatkreise, waram 13. August 1773 zu Wien geboren, studirte auf der Universität zu Altdorfund erhielt daselbst 1796 die Doctorwiirde mit der Diss.De empyemate mediastinianterioris, ejusque curatione ope trepani etc.". Er wurde 1797 ordentlicherProfessor der Anatomie, Chirurgie und Geburtshilfe an derselben Universität undwar seit 1801 auch Director des klinischen Institutes und Amts-Physicus. Er setztefort: C. G. H ofjiann's und C. G. A ceeemann'sNachricht von der Anstalt fürarme Kranke zu Altdorf für die Jahre 18001804" (Altdorf 18021804)