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Dll'PEL. — DITTEL,
und „ Vitae animalis morbus et medicina" . Nach D. ist der äusserste Grundaller Dinge Geist. Es finden sich theils freie, theils nicht freie solche. Im Lichtund der Feuermaterie, womit Gott sie versehen hat, liegt der Same der ganzenmateriellen Welt. Alle Körper sind Schöpfungen dieser Geister und körperlicheBewegungen und Eigenschaften haben ihren Ursprung im Geiste. Die Ursache derBewegung findet sich in der Anti- und Sympathie der Geister. — D. führte eineherumirrende Lebensweise unter sehr wechselnden Verhältnissen. Vom Gerücht,ein ausgezeichneter Arzt und grosser Alchemist zu sein, begleitet, wurde er überall,da die Leute damals wie jetzt Gesundheit und Geld nöthig hatten, mit offenenArmen entgegengenommen und gefeiert, bald jedoch wurde er wegen seiner scharfenAngriffe auf die Lehren der Kirche und die Politik der Regierungen verfolgt.Nachdem er flüchtig theils in Deutschland, theils in Holland und Dänemark umher-geirrt war, prakticirte er einige Zeit in Altona, trieb Alchemie und polemischeSchriftstellerei, sass nachher 7 Jahre gefangen in der Festung Hammershus aufBornholm und kam endlich 1726 nach Schweden, woselbst er im Anfange beidesals Arzt und Theologe freundlich aufgenommen wurde. Aber nachdem er hiergegen die Lehren der lutherischen Kirche von der Rechtfertigung und der Zurechnungdes Verdienstes Christi aufgetreten war, wurde er aus dem Königreiche verbannt,welches er 1728 verliess. Nach erneuertem Umherirren in Dänemark und Deutsch-land während einiger Zeit starb er plötzlich ohne vorhergehende Krankheit aufdem Schlosse Wittgenstein 1734. Die meisten seiner Arbeiten, welche zum grösstenTheil theologische Streitschriften sind, linden sich in seinem Werke: „EröffneterWeg zum Frieden mit Gott und allen Greaturen" (Amsterdam 1709). Dasbeste Werk über den Einfluss seiner Lehren in Schweden ist: „Johann ConradDippel's vistelse i Sverige samt Dippelianismen i Stockholm 1727—-1741"von K. F. S. Henning , Upsala 188L Hedenius.
Disdier, H.-Fr.-M. D., geboren in Greuoble 1708, starb in Paris 1781;er studirte in Montpellier Chirurgie, diente im Hospital zu Lyon und kam mit30 Jahren nach Paris, wo er Privatcurse über Chirurgie eröffnete. Er wurde baldProfessor der Anatomie an der Malerschule zu St. Luc und wirkte hier als aus-gezeichneter Lehrer bis zu seinem Tode. — Schriften: „Exposition anatomiqueou tableaux anatomiques des differentes parties du corps humain" (Paris 1758).
Unger.
* Ditlewsen, J ii h a u n G o t tl o b D., geboren zu Kopenhagen am 22. Mai1836, studirte an der Kopenhagener Universität, absolvirte Staatsexamen 1862,promovirte 1872. Bis zam Jahre 1872 praktischer Arzt in Slagelse, wurde er 1873Districtsarzt in Lyngby (in der Nähe von Kopenhagen) und wirkt jetzt zugleich an derKopenhagener Universität als Docent der Histologie. Er schrieb: „Undersögelserover Smagslögene paa Tungen hos Mennesket og Pattedyrene" (1872) und„Grundträk af Menneskets Histologie" (1883). Seit 1880 ist er Mitglied desköniglichen Gesundheits-Collegiums. Für die Förderung der Hygiene ist er auchthätig und hat mehrere hygienische Abhandlungen publicirt. Petersen.
*Dittel, Leopold Ritter v. D., am 15. Mai 1815 zu Fulneck in Schlesiengeboren, absolvirte das Gymnasium zu Troppau in Schlesien und studirte Medicinin Wien, wo er am 9. Juni 1840 zum Doctor der Medicin promovirt wurde underwarb sich den Grad eines Doctor der Chirurgie und Magister der Geburtshilfe.Nach Absolvirung der Assistentenzeit an der Dumreicher 'sehen Klinik kabilitirteer sich 1856 als Privatdocent der Chirurgie an der Wiener Universität. Am25. Juli erfolgte seine Ernennung zum Primarärzte der chirurgischen Abtheilungim k. k. allgemeinen Krankenhause in Wien und am 21. Juni 1865 wurde erzum ausserordentlichen Professor der Chirurgie ernannt. Die Arbeiten über Hals-fascien und die Kritik der wildberg 'schen Schrift über Coxalgie (Zeitschr. derk. k. Gesellschaft der Aerzte in Wien) hatten zuerst die Aufmerksamkeit auf ihngelenkt, später ganz besonders die Krankheiten der Harn- und Geschlechtsorgane.