DIETL. — DIEUDONNE.
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abgedruckt, auch schrieb er viel über die Curorte Galiziens; als politischerSchriftsteller war er gleichfalls thätig. K & p
Dietrich. Unter den zahlreichen Gelehrten dieses Namens, welche sichmit Naturwissenschaften befasst haben, sind auch zwei nennenswerthe Aerzte,nämlich Gottlob Siegfried D., aus Löwenberg in Schlesien, am 16. October1768 geboren, Dr. med. zu Halle 1788, der, in Glogau ansässig, sich um dieVerbreitung der Vaecination in Schlesien verdient machte und über dieses Themaeine der Beachtung würdige Schrift publicirte (Glogau 1801). Ferner Casuistischesiu Zadig und Fkiese's Arch. der Heilkunde für Schlesien (1799, 1800, 1802,1826) und „Foetus in testiculo" (Fboriep's Notizen 1826). Todesjahr unbekannt. —Ewald Christian Victor D., zu Grünhayn am 19. Juli 1785 geboren, Militär-arzt, 1815 sächsischer Oberstabsarzt, 1817 in gleicher Stellung im 7. preussischenCorps, später Arzt in Moritzburg, resp. Dresden, sehrieb eine grosse Reihe seinerZeit weitverbreiteter Werke, so über „Zahnen der Kinder" (Nordhausen 1836) -—■„Bleichsucht" (Leipzig gleichzeitig) — „Keuchhusten" (Nordhausen 1837) —-„ Influenza" (Leipzig 1837) — „Skropheln und Kropf (Altenburg 1837); auchBadeschriften, populäre Taschenbücher u. Aehnl.
Dechambre, XXIX, pa/j. 295—296. Red.
Dietz, Friedrich Reinhold D., 1804 zu Königsberg in Preussengeboren, daselbst 1826 Dr. med., erhielt in Folge des tüchtigen „'l-Tro/.pa-rouc rapilp9j; vöijou ßiß'Xsov" (Leipzig 1827; griechisch-lateinische Ausgabe der hippokra-tischen Schrift über die Fallsucht) von der Regierung die Mittel zu einer grösserenwissenschaftlichen Reise (Handschriften griechischer und arabischer Teste in Frank-reich, Italien, England, Spanien) und wurde bei der Rückkehr 1833 Extraordinariusund Secundararzt, drei Jahre später Prof. ord. und Director des KönigsbergerKrankenhauses. — Schon 1830 hatte er in Leipzig als Frucht seiner Reise „Analectamed. ex libris mss. primum edita. Fase. 1" (Ibn Beithae , Dioscokides ent-haltend), dann „Galeni de dissectione musculorum et de consuetudine libn"(Leipzig 1832; Trspl lO-wv hier zum ersten Male griechisch) veröffentlicht, Arbeiten,denen während der Wirksamkeit in Königsberg „Apollonii Citiensis, StephanüPalladii, Theophilii. . . et aliorum scholia etc." (2 Bde. Königsberg 1834) und„Dorani Ephesii de arte obstetricia etc." (1838 von Lobeck herausgegeben)folgten. — D. erlag bereits am 5. Juni 1836 einem Typhus.
Allg. deutsche Biogr. V. — Callisen, XXVII. Eed.
Dieuches war ein griechischer Arzt aus der Schule der Dogmatiker, derwahrscheinlich im 4. Jahrhundert v. Chr. lebte. Er schrieb über die Bereitungder Nahrungs- und Arzneimittel und deren Anwendung in den einzelnen Krankheiten.Fragmente aus seinen Schriften hat uns O ribasius : Coli. med. IV, 5—9 u. Synops.V, 33) erhalten. Auch PLrNius hat ihn in seiner Naturgeschichte vielfach beniitzt.Sein Schüler war Numenius von Heraklea.
Galen, XI, 795; XV, 136. — PI in. nat. hist. XX, §. 31, 78, 191; XXIII, §. 60;XXIV, §.145. — Athen. I, 5. Helmreich.
Dieudonne, Jean-Fran§ois-Joseph D., zu Breda, Nordbrabant, am18. Juni 1810 geboren und in Brüssel, wohin seine Eltern 1817 verzogen, vor-gebildet, studirte Medicin in Lüttich bis 1834, dem Jahre seiner Promotion. InParis hörte er behufs weiterer Ausbildung besonders Dupuytken , liess sich dannmit vielem Erfolge in Brüssel nieder und wurde bald Mitglied des Conseil desalubrite, sowie der Societe des sc. med. de Bruxelles (in welcher letzterer er späterden Vorsitz führte), weiterhin auch der Akademie der Medicin, der statistischenComniission, des obersten Gesundheitsrathes etc. — Ausser einer grossen Reihe vonBeiträgen, die 1845—1865 in dem von D. redigirten „Journ. de med., de chir.et de pharmacologie" erschienen, sind besonders von seinen Arbeiten zu "nennen:„Compte rendu des travaux du conseil central de salubrite . . . 1860" —