DENDY. — DENMAN.
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Dendy, Walter Cooper D., gegen 1790 geboren, in London medi-cinisch ausgebildet, 1814 Chirurg am dortigen Kinderhospital, beschäftigte sichmit Hautkrankheiten, besonders auch, soweit sie das Kindesalter betreffen, alsSpecialität. 1860 lebte er noch, sein Todesjahr ist unbekannt. Ausser vielenArtikeln casuistischen Inhalts in der Lancet, im Lond. med. and. phys. Journ.,Psychological Journ. etc. rühren von ihm her: „Treatise on the cutaneous dis-eases incident to childhood (London 1827) — „ Ueber die Verhütungen undHeilcur der Hydrophobie" (Augsburg 1825) — „Practica! remarks on thediseases of the skin etc." (London 1838) — „The physiology of mystery"(London 1841) — „On the cerebral diseases of children etc." (London 1848).
Halm bei Deckambre. Red.
Deneux, Louis Charles D., geboren den 25. August 1767 zu Heilly,Departement Somme, gestorben den 28. October 1846, ein Verwandter undSchüler B audelocque's , war von 1823 bis zur Juli-Revolution 1830 Professorder geburtshilflichen Klinik in Paris. In Folge der Reorganisation der medicinischenFacultät nach dieser Revolution verlor er sein Amt und lebte von da an in stillerZurückgezogenheit seinen Studien. Er schrieb: „Essai sur la rupture de la matricependant la grossesse et Vaccouchement" (Paris 1804, 4.) — „Recherches surla hernie de l'ovaire" (Paris 1813) — „ConsidSrations sur les proprietes de lamatrice" (Paris 1818) — „Mein, sur la sortie du cordoii ombil. pendant letravail de Venfantement" (1820) — „Recherches sur la cause de Vaccouchementspontan6 aprhs la mort" (Daselbst 1823) — „Observation sur une tumeur fibreusede Vuterus expulsee dans le vagin apres un avortement au terme de quatremois, et prise pour V arriere-faix" (1839, 4.) — „Memoire sur les tumeurssanguins de la sidve et du vagin" (Paris 1830).
Vergl. Siebold's Gesch. der Geb. Bd. II, pag. 713. Kleinwächter.
Denis, Jean-BaptisteD., zu Paris im 2. Jahrzehnt des 17. Jahrhundertsgeboren, studirte in Montpellier und wurde bei seiner Rückkehr nach Paris Professorder Philosophie und Mathematik, gleichzeitig aber auch königlicher Leibarzt.1664 begründete er öffentliche Conferenzen, in denen über Gegenstände dieser dreiFächer disputirt wurde. 1673 machte er eine Reise nach England. D. hat denRuf, nicht nur experimentell am Thiere, sondern auch zu curativen Zwecken amMenschen die Transfusion ausgeführt zu haben. Hierauf bezieht sich der Haupt-tlieil seiner Schriften, die als Briefe in Pariser Journalen (Jahrg. 1667— 1668),aber auch in monographischer Form gleichzeitig erschienen. Die übrigen handeln überAstrologie, eine wunderbare Heilquelle in Polen und andere naturwissenschaftlicheCuriositäten. D. starb am 3. October 1704.
Dict. hist. II. Red.
Deilisot, Gerard D., Dr. Paris 1548, gestorben 1594, ist nur erwähnens-werth wegen seiner eleganten „Hippocratis Aphorismi versibus graecis et latinisexpositi" (aufgefunden von G. J oly , in Druck gegeben von J. D enisot , Paris 1634).
Chereau bei Dechambre. Red.
Denman, Thomas D., nimmt unter den englischen Geburtshelfern des18. Jahrhunderts eine hervorragende Stellung ein. Als er sich der Geburtshilfewidmete, hatte er bereits ein ziemlich bewegtes Leben hinter sich. Er stammteaus Bakewell in der Grafschaft Derby, woselbst er am 27 Juni 1733 als Sohneines Apothekers das Licht der Welt erblickte. Seinen ersten Studien lag er inseiner Vaterstadt ob, worauf er als Gehilfe in das Geschäft seines Vaters eintrat.1752 verlor er als 19jähriger Jüngling seinen Vater. Nach dessen Tode verblieber noch zwei Jahre in dem Geschäfte, dem nun sein älterer Bruder vorstand.1754 begab er sich nach London, wo er durch drei Jahre hindurch Medicinstudirte. Nach dieser Zeit nahm er Dienst in der königlichen Marine, bei der er