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BOZZOLO. — BRÄCHET.
Bozzolo. Camillo B., in Mailand am 30. ^Nlai 1845 geboren, studirtean der Universität Pavia, wo er S. Tommasi, Porta, QüäGlino, Montegazza,Oehl und Cantani zu Lehrern hatte, und 1868 zum Doctor promovirt wurde.Nachdem er Oppolzer, Traube gehört, wurde er Assistent der pathologischenAnatomie am Ospedale Maggiore von Mailand, dann der allgemeinen Pathologieunter Bizzozero in Turin, zuletzt der medicinisehen Klinik unter Rovida . Daselbst1878 habilirt wurde B. 1879 ausserord. Professor der neu errichteten propädeu-tischen und 1883 ord. Professor und Director der medicinisehen Klinik. Seineersten Schriften handelten über die Diffusion des Krebses mittelst der Blutgefässeund besonders in den Lymphdrüsen; eine Arbeit über die Tumoren der hartenHirnhaut gab er in Gesellschaft mit seinem Lehrer Bizzozero heraus. Unterseinen klinischen Studien sind die über Pulsverhältnisse, Wesen und Behandlungder Pneumonie und Cerebrospinalmeningitis, besonders aber die Arbeit „Sullaanchilostomoanemia e sulla sua cura" zu nennen. Cantani.
van Bra, Henricus van B., ist im Jahre 1554 in Dokkum (Friesland)geboren. Sein Vater, auch Arzt, sandte ihn früh nach Köln, und später nachWien. Er studirte hauptsächlich in Basel unter Plater und Zwinger . DerKrieg, den seine Landsleute mit Spanien führten, war die Ursache, dass er nachder Heimath zurückkehrte und unter Anderem der Belagerung von Dokkum (1572),wovon er später eine sehr gute Beschreibung veröffentlichte, beiwohnte. ImJahre 1576 war er wieder in Strassburg, ging dann nach Rom, besuchte dievornehmsten Universitäten Italiens, auch die um Paris, und wurde im Jahre 1580zu Basel zum Doctor promovirt. Zurückgekehrt übte er die ärztliche Praxiszuerst in Leeuwarden, dann in Kampen, (wo er zum „medicus reipublicae Cam-pensis" ernannt wurde) später in Zutphen aus, von wo er jedoch im Jahre 1603wieder nach Kampen zurückkam. 1>. führte einen langen Briefwechsel mit Forestt'sund Heürnius: „De novo quodam morbi genere Frisiis et Westphalis peculiari"(eine Art Rheumatismus oder Gicht), schrieb einige Bücher über einfache medica-menta adversus calculum icterum, hydropem et epileptiam, alle durch Hallermitgetheilt aber nicht sehr gewogen beurtheilt. („Nulluni iudicium adhibitum nequeseleetus ). Den „ Catalogus medicamentorum simplicivm et facile parabiliumpestUentiae veneno adversantium" von A. Sneeberger , gab er (Leeuwarden 1616)„recognitus et adauctus" aus (derselbe ist also nicht Originalarbeit wie Hallermeint). Ausserdem haben wir von van B. eine Abhandlung „ De curandisvenenis per medicamenta simplicia et facile parabilia" (Franeker 1603) undeine „Descriptio febris popularis, quae annis 1581 et 1582 in Frisia aliquotmillia hominum absumsit". c. e. Daniels.
Brabant, Philippe Charles Joseph de B., geboren zu Gent 1740,»gestorben 1790, machte sich bemerkbar als Vertheidiger der Yaccination , die erin Belgien zu verbreiten eifrig beflissen war. Hierauf bezogen sich zum Tlieilseine Schriften: „Anticoorde op het geruckt van weder gekommene pokkens naarde meutinge" (Gent 1777) — ,,-Ail expert. D. Ferd. II. Gremers epistola'(daselbst 1778) — „Observaliones quibus praestantiones vices corticis Peruvianirubri in cura intermittentium aliarumque febrium stabiliuntur" (aus demLnglischen lateinisch. Gent 1783). van den Cor put. — Reil.
Brabantinus, Thomas B., s. Thomas von Cantimpre.
Brächet, Jean-Louis B., zu Lyon, war im April 1789 zu Givors(Rhone) geboren, wurde 1815 zu Lyon Doctor mit der „Diss. physiol. sur lacause du mouvement de dilatation du coeur war nacheinander Interne derHospitäler von Lyon, Arzt der dortigen Gefängnisse, Professor der medicinisehenSchule und Arzt des Hotel-Dieu. Seine sehr zahlreichen Arbeiten bewegten sichsowohl auf dem Gebiete der praktischen Medicin und Chirurgie, als dem derExperimental-Physiologie und pathologischen Anatomie. Seine hauptsächlichsten