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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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BOYER.

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(T. I, II, III) mehrere Aufsätze veröffentlicht. 1804 wurde er von dem KaiserNapoleon zu seinem ersten Chirurgen ernannt, musste denselben auf seinenFeldzügen in den Jahren 18067 begleiten, wurde nach Beendigung derselbenBaron des Kaiserreiches und erhielt eine Dotation von 25.000 Fr. Nach derRückkehr der Bourbonen behielt er zwar nicht den Titel als Leibchirurg, wurdeaber von den Königen Ludwig XVIII., Karl X. und Ludwig Ph i I i pp zumconsultirenden Chirurgen 1823, 1824, 1832 ernannt. Das grosse Werk überChirurgie, welches den Standpunkt des Wissens der vergangenen Zeit auf diesemFelde zur Darstellung bringen sollte, erschien u. d. T.: Tratte des maladiesckirurgicales et des Operations qui leur conviennent" (11 voll. Paris 181426;2. edit. 1831, 11 voll ; 3. [5.] edit. avec additions de Philippe Bover 184453,7 voll.; deutsche Uebersetzung von Cajetan Textor , 11 Bde. Würzburg 181827 ;englische Uebersetzung von Alex . H. Stevens , New York 181528, 11 voll.;belgischer Nachdruck von Comet , 1828, 5 voll.), und hatte, als das erste bedeutende,vollständige, französische Werk über Chirurgie seit Pare , einen solchen Erfolg,dass, als 1818 der 6. Band erschien, die fünf ersten von Neuem. aufgelegt werdenmussten, und als 1826 der letzte vollendet war, die ersten Bände eine neue Auflageerforderten. Als 12. Band schloss sich daran eineTable analytique et raisonnee duTraite etc. par Armand Trousseau" (Paris 1827). Dasselbe besass aber densehr grossen Fehler, dass sein Verfasser sich fast vollständig ablehnend gegenalle Neuerungen und die Errungensehaften seiner Zeit verhielt und den Stand-punkt, welchen er einnahm , für einen so gesicherten und abgeschlossenen hielt,dass er am Anfange der Vorrede seines Werkes sagen konnte: . . . ,la Chirurgiea fait de nos jours les plus grands progres, et semble avoir atteint, ou peu s'entaut, le plus haut degre de perfection dont eile paraisse susceptible". Bis ansein Lebensende, das am 25. November 1833 erfolgte, behielt er seine Stellungenam Hospital, in der Facultät und seine Privatpraxis bei. Als Lehrer nicht sehrhervorragend, aber von solidem Wissen, war er als Operateur kaltblütig und inallen Dingen sehr genau, aber wenig unternehmend, im Gegensatz zu seinemjüngeren Collegtn und Schwiegersohne Ph . J. Roux . Von seinen späteren Arbeitensind noch zu erwähnen: Remarques et observations sur quelques maladies deV<uius" (Journ. complem. T. II, 1818) und im Annuaire des hOpitaux (1811t):Observation sur une plaie de l'artiire poplitee guirie par la ligature deVartere crurale"Observation sur une difformite genante de la bouche etdu cou produite par des cicatrices vicieuses".

Notice sur la vie et, les oeuvres de Boyer in dessen Traite des maladies Chirurg.5. tdition par Phil. Boyer. pag. III. Fr. Dubois (dMniiens) in Memoires de l'Acad.imper de inedeo. T. XVII. 1853, pag. XXIX. Callisen, III, pag 32; XXVI, pag. 402.

Gurlt.

Boyer, Philippe Baron B., Hospital-Chirurg zu Paris, war daselbst alsSohn des Vorigen 1801 geboren, erhielt seine medieinisch-chirurgische Bildungdurch seinen Vater, dessen Anschauungen, namentlich Neuerungen gegenüber, ersich zu eigen machte. 1825 wurde er Doctor mit der These:Propositions deehirurgie et de midecine" und 1830 zum Agrege der medicinischen Facultät miteiner Concurs-These:De ßstulis vesico-vaginalibus eorumque medela" ernannt.Dem Bureau central der Hospitäler, bei dem er seine Laufbahn als Hospital-Chirurgbegann, überreichte er 1831 einen Bericht über Heilung von Fussgeschwüren, inwelchem er dringend die Hayxtox'scIio Behandlung der Unterschenkelgeschwüremit Heftpflasterstreifen empfahl. Ausser einemTraite de la syphilis 11 (Paris 1836),verfasste er noch für mehrere Concurse um Lehrstühle der operativen und klinischenChirurgie (1841,, 42, 48) einige Thesen. Von seinen chirurgischen Eigenthtimlich-keiten ist hervorzuheben, dass er seine Operirten gleich von Anfang an gutnährte, dass er die Hämorrhoiden mit dem Glüheisen behandelte u. s. w. Zu derletzten Ausgabe desTraitS des maladies ckirurgicales" seines Vaters machteer viele Zusätze und fügte ganze Capitel neu ein, die manche interessante