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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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BOTALLO. BOTTONI.

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und lebte zeitweise in.Paris. Er ist als Anatom und als Wundarzt bekanntgeworden. Als letzterer richtet er sich in seiner Schrift über die Behandlung derSchusswunden gegen Vigo und Ferbi , die hauptsächlichsten Vertheidiger dergiftigen Beschaffenheit der Schusswunden, verwirft die bis dahin gebräuchlichenKugelzieher, auch das Alphonsinum, die er durch zweckmäßigere, mit sehr kurzenHandgriffen, ersetzen will; die Schussverletzungen des Schädels, des Brustkorbes,des Unterleibes und der Gliedmaassen handelt er in erschöpfender Weise ab. Inweniger vortheilhaftem Lichte erscheint er durch die Lehre, dass man in allen,auch chronischen Krankheiten zur Ader lassen, und zwar oft und viel Blut ent-ziehen solle. Seine hauptsächlichsten Werke sind:De curandis vulneribus sclo-petorum" (Lyon 1560, 8., 1565, 16.; Frankfurt 1575, 4.; Antwerpen 1583;deutsch: Nürnberg 1678, 8.)De lue venerea" (Paris 1563, 8.; Lyon 1565,16., 1577, 8.; deutsch: Nürnberg 1678, 8.).

Biogr. med. II. H. Frölich.

*Botkin, Sergei Petrowitsch B., Professor der medicinischen Klinikan der militär-medicinischen Akademie in St. Petersburg, Leibarzt, ist geboren1832 als Sohn eines reichen Kaufmanns und studirte wider seinen Willen Medicin.Nachdem er, 23 Jahre alt, im Jahre 1855 seine ärztlichen Studien in Moskaubeendigt, begab er sich 1855 nach Sevastopol zur Abtheilung Pirogoff's . NachBeendigung des Krieges reiste B. in's Ausland, um weiter zu arbeiten, er beschäftigtesicli namentlich in Berlin unter Virchow, Traube, Hoppe-Seyler . Im Jahre1860 wurde er nach Vertheidigung seiner Dissertation zum Doctor der Medicinpromovirt und zugleich als Professor der medicinischen Klinik an der Petersburgermilitär-medicinischen Akademie angestellt. B. gilt als beliebter, anregender Lehrerund sehr tüchtiger Diagnostiker; seine zahlreichen Schüler verehren ihn als denBegründer einer russischen ärztlichen Schule. B.'s Arbeiten sind zum Theil inVirchow 's Archiv veröffentlicht: Ueber die Wirkung der Salze auf die circu-lirenden rothen Blutkörperchen" (Bd. XV, 1858)Zur Frage von demStoffwechsel der Fette im thierischen Organismus" u. a. in. zum Theil inrussischen Zeitschriften. B. giebt selbst einKlinisches Archiv der innerenKrankheiten" in russischer Sprache heraus, in welchem sich sowohl seine eigenenArbeiten, als auch die seiner Schüler befinden. Bisher sind 7 Lieferungen186!)1881 erschienen. l . stieda.

Botta. Francois Joseph Guillaume 15., Arzt und Historiker ausSt. George in Piemont (geboren 1766), der in seinem engeren Vaterlande einehervorragende politische Rolle spielte. Er studirte Medicin in Turin und promovirteschon mit 20 Jahren. Neben der Ausübung der Praxis bildeten die Musik unddas Studium der schönen Wissenschaften und namentlich der Geschichte seineBeschäftigung. Unger.

Bottoni, Albertino B., geboren zu Padua am Anfange des 16. Jahr-hunderts, studirte in seiner Vaterstadt und absolvirte daselbst 1555 seine medici-nischen Studien. Später wurde er Professor an der Universität zu Padua. Ererfreute sich seiner Zeit als Lehrer eines grossen Rufes und starb 1596. Verdientmachte er sich namentlich dadurch, dass er den nach Monte's Tode (1551) ein-gegangenen klinischen Unterricht im Jahre 1578, hauptsächlich auf Antrieb derdeutschen Studenten, wieder einführte. Seine Werke sind:De vita conservanda"(Padua 1582, 12.)De morbis rnuliebris" (Padua 1585, 4.; Basel 1586, 4.;Venedig 1588, 4. mit Fig.)Gonsilia medica," (Frankfurt 1605, 4.)Demodo discussendi circa morbos, eosdemque curandi tractatus" (Frankfurt1607, 12.; auch unter dem Titel erschienen: ..Methodi medicinales duae, inquibus legitima medendi ratio traditur" [Frankfurt 1695, 8.]). Das Werk:Demorbis rnuliebris" wurde auch in die zweite, von Caspar Bauhin herausgegebeneGynaeeie aufgenommen. K1 einwachter.