BOSQUILLON. —
BOTALLO.
er commentirte. —- Von seinen übrigen Schriften ist erwähnenswerth: „Memoirennur les causes de l'hydrophobie et sur les moyens d'aneantir cette maladie''(Paris 1802: die Existenz eines specifischen, die Krankheit zu verbreiten fähigenGiftes wird geleugnet). B. starb in Paris 1814. Unger
Bosscha. Hendrik B., dessen Vater Professor in der griechischen undlateinischen Literatur zu Harderwijk war, wurde daselbst im Jahre 1701 geboren.Er studirtc am Athenäum in Amsterdam und promovirte 1813 in Leyden zumDr. med. mit einer „Dissertatio sistens observationem de vesiculae seminalissinistrae defectae, integris testibus, vase vero deferente sinistro clausum". InAmsterdam übte er die ärztliche Praxis aus, bis er 1820 zum Professor derAnatomie, Physiologie und Chirurgie an dem Athenäum ernannt wurde. In seinerAntrittsrede sprach er: „De condenda in hac urbe scliola clinica, in commodurnchirurgicoruni eorum praesertim, qui turi artem facturi sunt", Wünsche, dieer 1828 erfüllt sah. Er wurde bei Eröffnung dieser Schule, die bis zum Jahre1865 bestand, zum Professor der Anatomie und Chirurgie an derselben ernannt;doch starb er schon im folgenden Jahre, ohne sonstige medicinische Schriftenhinterlassen zu haben. q k Daniels
Bossu , Antoine-Frangois B. in Paris, ist zu Monceau-le-Comte(Nievrej 1809 geboren, studirte in Paris Mediciu und wurde Doctor derselben1834 mit einer These: „Sur la fievre puerperale 1 '. Nachdem er vier Jahre zuEutains prakticirt hatte, kehrte er nach Paris zurück und wurde Arzt der Infir-merie Marie-Therese und eines Wohlthätigkeits-Bureaus. Er schrieb folgendeSchriften: „Nouveau compendium medical a l'usage des rnedecins praticiens"(1841; 5. edit. 1874) — „ Anthropologie, ou etude des organes, fonctions etmalndies de l'homme et de la femme" (2 voll., 1845; 6. edit. 1870—71, av.
atlas) — „Anatomie descriplive du corps humaln a l'usage des gens
du monde et des artistes" (184 9) — ,,Petit dictionnaire de medecine usuelle u(1849; 3. edit. 1855) — „Traite des plantes medicinales indigünes etc."/1853 , av. 60 i)l.: 3. edit., 2 voll., 1872) — „Legislation medico-pharmu-cevtiqw" (1865). Dazu noch einige naturwissenschaftliche und populär-medicinischeSchriften. Er ist auch der <'hef-Redacteur von „L'Abeille medicale" und giebtseit 1851 ein jährlich erscheinendes „ Agenda-formulaire des rnedecins prati-ciens" heraus.
Vaperean, 5. edit., pag. 270. — Lorenz, I. pag. 318; V, pag. 175. G.
Bostock , John B., zu London, war im Juni 1773 zu Liverpool geboren,studirte Medicin in Edinburg, wurde 1798 daselbst Doctor, liess sich in seinerHeimatli als Arzt nieder und verfasste eiue Reihe von Aufsätzen, die namentlichanalytische Untersuchungen aus der Thier-Chemie betreffen, ferner die Schriften:„An essay on respiration" (2 Parts, Livei'pool 1804; deutsche Uebersetzuug vonAd . F. Nolde , 2 Thle., Erfurt 1809; 2. Ausg. 1817j — „Eemarks on tliereform of the pharmaceutical nomenclature, and particularly on that adoptedby the Edinburgh College" (Liverpool 1807) — „Eemarks on the nomenclatureof the ntw London pharmacopoeia" (London 1810). — 1817 siedelte er nachLondon über und war von 1822 an Lehrer der Chemie an der medicinischenSchule des Guy's Hospitals. Hier schrieb er, ausser einer Anzahl von reinchemischen, physikalischen uud medieinisch-chemischen Arbeiten: „An elementarysystem of physiology" (3 voll., London 1824, 26, 27; 4. edit. 1844j — „Sketchof the history of medicine etc." (London 1835) und starb am 6. August 1846an der Cholera.
Lancet 1846, II, pag. 222. — Callisen, II. pag. 472; XXVI, pag. 385. —Catalogue of Scientific Papeis ], pag. 505. G.
Botallo, Leonardo B., war geboren 1530 zu Asti in Piemont, studirteHeilkunde unter Lanfraxc, Tkixcavella und Fat.lopia , promovirte in Pavia