BESSER. —
BETSCHLEK.
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(Bonn 1881) — vertritt B. mit Consequenz die Auffassung, dass Alles, was beimMenschen als psycliisehe Erscheinung- aprioristiseh angenommen, resp. so benanntwird, erst nach der Geburt sich im menschlichen Organismus aHmälig entwickelt.Die Beobachtung des neugeborenen Menschen führe genügend daraufhin, alleVoraussetzungen angeborener seelischer Fähigkeiten aufzugeben. Red.
Betbeder, zwei südfranzösische Aerzte. Der ältere F i e r r e B., zu Fau (Bearn )thätig, publicirte „ Questions nouvelles sur la sanguification et la circulation dusang et un traite des vaisseaux lympliatiques decouverts depuis peu" (Paris 1666)und „Observations de medecine concernant la guerison de plusieurs maladiesconsiderables" (Paris 1689). — Der jüngere Jean Ii. war etwa ein Jahrhundertspäter Professor in Bordeaux und Dirigent des dortigen Höpital St. Andre.Leistungen: „Dissertation sur les eaux minSrales du mont de Maison"Bordeaux 1750) — „Ilistoire de V hydrocephale de Begle" (daselbst 1757).
Biogr. med. II. Red.
Bethencourt. Jacques de B., Doctor der Medicin in Roueu, ist derälteste Schriftsteller über die Syphilis unter den französischen Aerzten; er galtder Krankheit, entgegen der damals fast allgemeinen Benennung „Morbus gallicus",zuerst den Namen „Morbus venereus". Im Uebrigen ist B. nicht das Genie, fürwelches ihn einige neuere französische Schriftsteller auszugeben sich bemühen.Das Richtige in seiner Schrift war schon früher gesagt worden; im Gegentheiltrifft ihn der Vorwurf, wesentlich dazu beigetragen zu haben, einen in seinenFolgen geradezu fürchterlichen und durch drei Jahrhunderte währenden Irrthum inder Syphilislehre zu befestigen. Der Tripper war nur von einigen Vorfahren B.'sobenhin genannt, von den weitaus meisten aber gar nicht erwähnt worden; diesererst suchte ihn mit der Syphilis in Zusammenhang zu bringen. Seine Schriftenführen folgende Titel: „Nova poenitentialis quadragesima, neenon purgatoriumin morburn Oallicum sive venereum; una cum dialogo aquae argenti ac ligniguaiaci colluctantium super dicti morbi curatioms praelatura, opus fr uetifer um"(Paris 1527 8. — Auszug in G runeb's Spicilegium XIII—XIV). — „Nouveauearetne de penitence et pourgatoire d'expiation etc." (Traduction et commentairespar Alfred Fournier , Paris 1871, 8., pag. 99. — Dasselbe übersetzt vonMonxanteuil , in Revue de litterature möd. Paris 1878, III; 1879, IV, pag. 25,49, 97, 121, 146, 169, 193, 265, 289, 337, 385, 433, 505, 529.)
J. K. Prokscli.
Bethke, Karl Christlieb B., Amts- und Stadt-Physikus und zugleichBürgermeister zu Delitzsch, war zu Leipzig am 20. Mai 1739 geboren, schrieb
„lieber Schlagßüsse und Lähmungen, oder Geschichte der Apoplexie, Para-plegie und Hemiplegie aas älteren und neueren Wahrnehmungen u (Leipzig 1797).Er starb am 27. Juli 1812.
Meusel, IX, pag. 94; XX1T, pag. 251. <?•
Betscliler. Julius Wilhelm B., geboren zu Landsberg in der Neumarkam 14. October 1796, erlangte seine geburtshilfliche Ausbildung in der Charitezu Berlin unter Kluge , fungirte als Regimentsarzt in Breslau und wurde 1827Prof. extra Ordinarius und Director des geburtshilflichen Institutes daselbst, welcheStellung er, nachdem er 1832 zum Prof. ord. ernannt worden war, bis zu seinemam 17. Februar 1865 erfolgten Tode inne hatte. B.'s praktische Thätigkeitwar bis an sein Lebensende eine wesentliche geburtshilfliche und seine literarischenArbeiten behandeln auch zumeist geburtshilfliche Stoffe. Der letzten seiner spärlichengynäkologischen Abhandlungen („Zur Behandlung der idiopathischen Metror-rhagien" 3. Heft, Klin. Beitr. zur Gyn. 1865) liegen schon für die damaligeZeit veraltete medicinische Anschauungen zu Grunde, so dass er selbst darüberbesorgt ist, „dass mancher Ausdruck, manche Kunstbezeichnung der Mehrzahl derLeser veraltet und nicht wünschenswert!! erscheinen mag". Aufsätze, resp. Schriften :