BECK.
er als Geologe bei der Landesaufnahme thätig und durchreiste dabei 14.606 (engl.)Meilen; in seiner freien Zeit hielt er die bis zu seinem am 20. April 1853 erfolgtenTode fortgesetzten Vorlesungen über Chemie, Pharmacie u. s. w. am RutgersCollege und dem Albany Medical College. Seine literarischen Arbeiten, derenVerzeichniss 41 Nummern umfasst, betreffen, wie schon erwähnt, fast durchwegnaturwissenschaftliche Gegenstände, theils botanische, theils chemische, physikalischeund mineralogische. Einige auf die öffentliche Gesundheitspflege bezügliche Schriftensind: „Adulterations of various substances used in medicine and the arts etc."(New York 1846) — „Researches in regard to the breadstuffs of the UnitedStates, their adulteration etc." (1848 zu Washington mit anderen ähnlichenAufsätzen veröffentlicht).
AI den March in Gross, American Physicians and Surgeons, pag. 679. Gr.
*Beck, Bernhard B., Generalarzt I. Cl. und Corpsarzt des 14. DeutschenArmee-Corps zu Karlsruhe in Baden, ist am 27. October 1821 zu Freiburg imBreisgau als Sohn des Vorigen geboren, studirte auf den Universitäten zuFreiburg und Heidelberg, war vorzugsweise Schüler des Nachfolgers seinesVaters, Stromeyer , dessen Assistent er auch war. 1844 promovirt und nacheiner wissenschaftlichen Heise durch Deutschland und Oesterreich habilitirte ersich 1845 als Privatdocent in Freiburg, übernahm die Prosectur der dortigenanatomischen Anstalt und war dabei Assistent der chirurgischen und ge-burtshilflichen Klinik. Seine nächsten Arbeiten waren anatomische: „ Anatomisch -physiologische Abhandlungen über einige in Knochen verlaufenden und ander Markhaut derselben sich verzweigenden Nerven' 1 (Freiburg 1846, 4.,m. 3 Taff.) — „ Anatomische Untersuchungen über einzelne Theile des siebenten,und neunten Hirn nervenpaar es" (Heidelberg 1847, 4., mit 3 Taff.) — „ Ueberdie Verbindungen des Sehnerven mit dem Augen- und Nasenknoten, sowie überden feineren Bau dieser Ganglien" (Heidelberg 1847, m. 1 Taf.j. — NachAusbruch der badischen Revolution im Frühjahre 1848 trat er, in Folge einerAufforderung des Kriegsministeriums, in die militärärztliche Laufbahn ein, machte1848 die Feldzüge in Baden gegen die Insurgenten, in Ober-Italien bei derösterreichischen Armee, mit den badischen Truppen in Schleswig-Holstein, 18-1'.»in Baden an der Schweizergrenze, in Ober-Italien bei Malghera und Venedig,in Baden mit den preussischen Truppen mit und publicirte die Schrift: „DieSchusswunden. Nach auf dem Schlachtfelde wie in dem Lazarethe währendden Jahren 1848 und 1849 gesammelten Erfahrungen" (Heidelberg 1850).In seiner Garnison Rastatt beschäftigte er sich mit der Organisation der badischenSanitätstruppe, sowie mit wissenschaftlichen Studien durch Experimente an Thieren,speciell mit mikroskopischen Untersuchungen. Die Frucht derselben waren folgendeSchriften: „ Untersuchungen und Studien im Gebiete der Anatomie, Physiologieund Chirurgie" (Carlsruhe 1852, m. 1 Taf.) — „Klinische Beiträge zur Histo-logie und Therapie der Pseudoplasmen. nebst einem Bericht über die vomMärz 1851 bis Juli 1857 in Rastatt ausgeführten Operationen" (Freiburg 1857).1858 wurde er in die Garnison Freiburg versetzt und traf dort dieselben Ein-richtungen wie in Rastatt. Er verfasste einen „Leitfaden beim Unterrichte derSanitätsmannschaft" (Freiburg 1860, mit Holzschn.). Weitere Schriften ausdieser Zeit sind: „Ueber isolirten Bruch der Glastafel" (Freiburg 1861) —„Zur Operation der wahren Ankylose im Kniegelenk durch Aussägung einesKnochenkeiles" (ebendas.) — „Die Schädelverletzungen" (Freiburg 1865). Nachdem Feldzuge von 1866 gegen Preussen, in welchem er als erster Chirurg beider von ihm geleiteten Sanitätstruppe und in den Lazarethen thätig war, schrieb er :„Kriegs-chirurgische Erfahrungen während des Feldzuges 1866 in Süddeutsch-land" (Freiburg 1867) und nach dem deutsch-französischen Kriege 1870/71, dener in ähnlichen Stellungen mitmachte: „Chirurgie der Schussverletzungen. Militär -ärztliche Erfahrungen auf dem Kriegsschauplatze des Werder'sehen CorpsBiogr. Lexikon. I. 23