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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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BEAUVAIS. BECHER.

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hatte. Er schrieb mehrere kleinere Abhandlungen, unter Anderen:Memoire stil-les maladies epizootiques des betes ä cornes des Uns de France et de Bourbon"(Paris 1783). Unger

Becanus, s. Gokp, Jean de G.

Beccari , Giacomo Bartolome«) B., erblickte 1682 zu Bologna dasLicht der Welt und machte hier unter jesuitischer Leitung seine Studien, diesich zunächst vornehmlich auf Experimentalphysik richteten. Erst später wandteer sich der Medicin zu, deren Doctorhut er 1704 erwarb. In die Academia degliInquieti um diese Zeit aufgenommen, kam er mit Manfredi und Morgagni innähere Beziehungen und regte mit Hilfe derselben eine Reform des Institutes an,welche hauptsächlich auf eine grössere Selbstständigkeit der mathematisch-natur-wissenschaftlichen Fächer ausging und 1708 unter dem Comte Marsigliwirklich zu Stande gekommen B. die Stelle des Professors der Experimental-physik eintrug. Obgleich noch gleichzeitig als Professor der Logik (seit 1709)und der Medicin (seit 1712) thätig, ermöglichte er daneben eine praktische Thätig-keit von beträchtlicher Ausdehnung; 1717 durch ernste Krankheit in der Er-füllung dieser complicirten Pflichten unterbrochen, nahm er dieselben doch imFolgejahre im ganzen Umfange wieder auf, wurde 1728 correspondireudes Mit-glied der Royal society in London und bald darauf Vorsitzender der akademischenAbtheilung des Istituto delle scieijze e dell' arte (als Nachfolger Valsalva's),1750 (als Nachfolger Bozzano's) Präsident des Institutes selbst. Erhielt die von ihm angestrebten reformatorischen Bestrebungen desselben tapferaufrecht und starb daneben seine Lehrvorträge über Chemie unentwegt fort-setzend am 30. Januar 1766. B.'s Hauptarbeiten darunter seine berühmteAbhandlung über das lange fortgesetzte Fasten als krankhaften Zustand - befindensich in den Verhandlungen des Institutes, welches auch denDe quam plurimisphosphoris commentarius alter" (1744) herausgab. Ausserdem erschien von ihmseparat (Lucca 1739):Parere intorno al taglia della macchia di Viareagio".

Biogr. med. II. . Red.

Bech, Michael Schendo van der B., von Geburt ein Grieche ausMacedonien, Doctor der Philosophie und Medicin der Universität Padua, machte1718 als Feldarzt des römischen Kaisers den Türkenkrieg mit, wurde Gesandtschafts-arzt im Gefolge des röm. kaiserl. Gesandten Grafen Virmonti in Constantinopel,später Leibarzt des wallachischen Fürsten Maurocbrdato, 1725 Oberarzt imrussischen Dienste am Landhospital zu St. Petersburg, 1727 Arzt in der russischenArmee unter General Lascy in Riga und war dann mehrere Jahre aus unbekanntenGründen verhaftet (in Sibirien?), Todesjahr unbekannt. Abhandlungen:Empiriensillustris per septen, nobillissima euporista familiaria remedia ad totidemgravissimos et frequentiores morbos proßigendos" (Aug. Vindel. 1723)Praenes Bussien lilterariae status etc." (für die Geschichte der Bildung, specielider Medicin in Russland wichtig, weil sie eine kurze Uebersicht des literarischenRussland zur Zeit Peter des Ersten giebt).

Einige andere Abhandlungen werden angeführt bei: Richter, Geschichte der.Medicin in Russland III. Bd., pag. 172. L Stieda

Becher, Johann Joachim B., geboren augeblich 1635 zu Speier.Mit traurigen häuslichen Verhältnissen und gleichzeitig mit dem Elend des ver-wüsteten Deutschland kämpfend, eignete er sich durch Selbststudium mannigfacheKenntnisse an und suchte dieselben finanziell zu verwerthen. Erfinderisch, aberauch dünkelhaft und unverträglich, eilte er von einer Thätigkeit; von einer Stadtzur andern. Sein Vater, lutherischer Prediger, starb früh. Die Mutter verheiratetesich wieder und der Stiefvater soll das geringe väterliche Vermögen verthan haben.Vom 13. Jahre an (?) habe B. die Mutter und zwei Brüder durch Unterrichternähren müssen. Nur Nachts, giebt er an, habe er seine vielseitigen Studien