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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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ASSON. ASTOLFONI.

Assoil, Michelangelo A., berühmter venetianiseher (tperateur, war1802 in Verona geboren, studirte in Pavia und Padua, begann seine praktischeLaufbahn in seiner Vaterstadt, woher er in Folge mannigfaltiger Schicksalsschläge1831 nach Venedig übersiedelte. Während der Revolution 1838 wurde er zumChefchirurgen des militärischen Krankenhauses von Chiora ernannt und 1849 zumchirurgischen Primararzt im Civilkrankenhause, welche letztere Stellung ihm nachder Einnahme Venedigs von der österreichischen Regierung belassen wurde. Nacheiniger Zeit wurde er auch Professor der Anatomie an der Malerakademie undnach der Errichtung der praktischen medicinischen und chirurgischen Schule imCivilkrankenhause Venedigs (1863) Professor der chirurgischen Klinik. Im Jahre1872 vom Schlage gerührt , starb er 1877; es waren die letzten fünf Jahre,während deren er zur Unthätigkcit verurtheilt war und nach und nach seinegeistigen Fähigkeiten cinbtisste, vielleicht die einzigen ruhigen seines laugen,von Unglück über Unglück bedrängten Lebens. Gegen das ihm feindliche Schicksalkämpfte er mit einer grossen geistigen Energie und suchte Zerstreuung in seineroperativen und schriftlichen Thätigkeit. Als Operateur war er hochgeschätzt undhatte eine ausgedehnte Praxis in der Stadt und in den nahen Provinzen. AlsSchriftsteller sehr fruchtbar, hinterlicss A. über 120 grössere und kleinere Schriften,medicinischen, chirurgischen und zum Theil auch literarischen Inhaltes (letzterehauptsächlich über Dante und schöne Künste). Die zahlreichsten sind die chirur-gischen und unter diesen die wichtigsten:Annotazioni anatomo-patologiche epratiche intorno le chirurgiche malattie" (Venezia 1842 1845, in 4 Bänden)Gonsiderazioni anatumiche, Jisiologiche, patologiche e chirurgiche intorno latnilza" (im Giornalc Veneto di Scienze mediche, Decembre 1878)Sullafrattura del collo del femore" (ebendaselbst 1855, worin ein neuer Apparat zuihrer Heilung beschrieben wird, welcher aber seiner Complicirtheit und seines hohenPreises halber wohl von niemand Anderem angewendet wurde, uinsomehr, als manjetzt dieselben Vortheile mit einfacheren und billigeren Mitteln erzielt) -Soprale inoculazioni praticate sui conigli col sangue di un uomo marto di pustolamaligna u (ebendaselbst 1857)Stull' ernia delV intestino cieco" (ebendaselbst3 85!))Sugli ascessi sanguigni di Severino" (ebendaselbst 1860)Sullaframboesia" (ebendaselbst 1861)Osservationi sull' elefantiasi" (ebendaselbst1862) »Del concetto annesso ecc. ah' espressione cancro in patologia echirurgia" (ebendaselbst 18621863)Casi pratici ed osservazioni di cli-nica chirurgica" (in den Atti del Ii. Istituto Veneto Vol. VII und VIII, 1862 bis1865)Sulla pioemia" (im Giorn. Ven. 18671868) u. s. w. Originellesist in den Schriften wenig zu finden, aber sie enthalten ein reiches Material derBeobachtung und resiimiren die Geschichte und den Stand der damaligen Chirurgiein Italien.

Millich, Comniemorazione del prof. Michelangelo Asson ecc. Giornale Veneto di

Scienze Mediche. 1878. I)ic. ,, ,

Cantani.

Assuerus. s. A upsjng.

Assur , David A., s. A ssing.

Astolfoili , Bernardino A., berühmter Chirurg und Augenarzt inVenedig in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, wurde 1771 zum Prosectorfür sechs Jahre beim anatomischen Theater des Collegio Veneto ernannt. Er führtein verschiedenen Städten Italiens Augenoperationen aus, so namentlich mit grossemBeifall und Geldgewinn in Rom. Als er im November 1772 zu Brescia denCardinal Molino auf beiden Augen von seinem Cataract mit dein günstigstenErfolge operirt hatte, wurde er hoch gefeiert. Wie aus seineu nachfolgendenSchriften hervorgeht, war er ein Anhänger der Extraction und übte dieselbe mitgrossem Glück aus: Estrazione di due rateratte felicenunte eseguite in am-bidue gl< occhi" (1767)Ossercazioue sopra le cateratte esseguite in am-bidue gli occhi per estrazione con un saggio sopra le medesime u (1768)