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1 (1884) Aaskow - Chavasse
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AENEMANN.

ABNISAEUS.

1787 palmcim alteram obtinuit" verfasst. Von seiner Reise zurückgekehrt, gaber 1789 einProgr. de morbo venereo analecta quaedam ex Mss. Musei Bri-tannici Londinensis" heraus und begann 1790 die Publication seiner:Bibliothekfür Chirurgie und praktische Medicin", von der jedoch von 17901794 nurSt. 13 des ersten Bandes erschienen sind. Er begann ferner ein Werk, dassich besseren Fortganges zu erfreuen hatte, nämlich denEntwurf einer prak-tischen Arzneimittellehre", deren erster Theil:Von der inneren Medicin" von17911819 sechs Ausgaben (die fünfte und sechste von L. A. Krads besorgt)erlebte und deren zweiter Theil:Von den chirurgischen Mitteln" von 1792bis 1818 ebenfalls in sechs Ausgaben, in den letzten auch von Kraus , erschien.1792 wurde A. zum Professor Ordinarius ernannt; in demselben Jahre erschienenseine:Bemerkungen über die Durchbohrung des processus mastoideus in ge-wissen Fällen der Taubheit" (mit 3 Kpft.), und auch in den folgenden Jahreneine Reihe sehr geschätzter l'ublicationen, so:Synopsis nosologiae, in iisurnpraelectionum academicarum" (1793)Uebersicht der berühmtesten und ge-bräuchlichsten chirurgischen Instrumente älterer und neuerer Zeiten" (1796,ohne Abbildungen)Einleitung in die medicinisclie Waarenkunde" (1797,2. Auflage 1801). Von 17971799 gab er eineNachricht von demchirurgischen Clinicum zu Güttingen" (erste bis sechste Anzeige); es war dieseine von ihm 1796 als blosses chirurgisches Clinicum angelegte, jedoch seit 1801in ein medicinisch-chirurgisches Institut verwandelte Privatanstalt, über derenEinrichtung und Gesetze A. 1801 mit seinenAnnalen des medicinisch-chirurgischen klinischen Instituts zu Güttingen" berichtete. Er begann ferner1797 die Publication eines chirurgischen Journals:Magazin für die Wund-arzneiwissenschaft das in drei Bänden bis 1803 erschienen ist, sowie dieHerausgabe einerBibliothek für die Medicin, Chirurgie und Geburtshilfe,von einer Gesellschaft von Gelehrten", die nur zwei Hefte 1799, 1800 erlebte.SeinSystem der Chirurgie 1800 begonnen, gedieh nur bis zum zweitenTheile 1801, einHandbuch der praktischen Medicin" (1800), umfasste nureine Abtheilung. Zusammen mit J. E. Biester und J. A. H. Reimarus gab erKleine Beobachtungen über Taubstumme" (1800) heraus und publicirte selbstnoch 1802:Einige Bemerkungen über das seit einiger Zeit in Güttingen herr-schende Scharlachfieber" und einenNachtrag" zu demselben. Obgleich alsLehrer und Schriftsteller geschätzt und geachtet, sah sich A., seiner vielenSchulden wegen, die durch ein vielleicht etwas zu luxuriöses Leben veranlasstwaren, im Februar 1803 genöthigt, Göttingen heimlich zu verlassen. Von Hannoveraus war man geneigt, ihm zu helfen; aber da er sich unartig bezeigte, so mussteder Concurs eröffnet werden. Er begab sich nun nach Hamburg, um dort alsLehrer und Arzt zu nützen; dieAnkündigung eines Lehrcursus über die medi-cinische Chirurgie für die jungen Wundärzte in Hamburg'' (1803) legt hierfürZeugniss ab. Er erwarb sich auch bald allgemeine Liebe und Zutrauen, auch erhielter für die den jungen Wundärzten gehaltenen Vorlesungen vom Senat eine goldeneMedaille; allein auch in Hamburg gerieth er in Geldverlegenheiten, dabei wurdesein Körper immer kränklicher und reizbarer und so kam es, dass er in einemAnfalle von Schwermuth am 25. Juli 1806 im Wandsbecker Gehölz durch einenPistolenschuss seinem Leben ein Ende machte. A. war ein hochbegabter Mannund sehr fleissiger Schriftsteller, dein die Medicin sowohl, namentlich die Arznei-mittellehre , als die Chirurgie und Augenheilkunde Manches zu danken haben,allein sein zur Schwelgerei neigender Charakter und die daraus sich ergebendenFolgen haben ihn vorzeitig zu Grunde gerichtet.

Pütter, Bd. II. pag. 189; Bd. III, pag. 79. Haus Schröder, HamburgerSchriftsteller, Bd. I, pag. 93. Gurlt.

Arnisaeus, Henning A., geboren in Halberstadt, zuerst (1611)Professorder Moral in Frankfurt an der Oder, wurde 1620 als Leibarzt des KönigsChristian IV. nach Dänemark berufen und verblieb in dieser Stellung, bis er