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ANDERSON. — ANDRAL.
als Arzt zu fimgiren. 1879 kehrte er nach London zurück und war seit-dem in verschiedenen bevorzugten Stellungen thätig. Seine hauptsächlichstenSchriften sind neben fleissigen stat is ti schen Zusammenstellungen über japanischeKrankheiten: Die „Lectures on kakke in Japan" (1879) und aus seiner früherenLondoner Zeit: „On skin grafting" (St. Thomas hosp. reports 1871) — „Tte-current mammary tumonr" ( Path. Soc. transact. 1872). — *Richard John A.,1844 geboren, längere Zeit Assistent am St. Barthol. hosp. in London und durchReisen in Frankreich und Deutschland gebildet, promovirte 1869 und liess sich inBelfast nieder, wo er Anatomie und Physiologie lehrt. Er wies ein Os astragalo-scaphoideum beim Menschen nach, beschrieb Abweichungen im Bau des Peritoneumsund arbeitete besonders über Athmungserregung und Athmungshemmung (Journ.Anat. ixnd Phys., Dubl. Journ., Virchow' s Archiv seit 1878). Ee( j
*Aiidersson. Zwei schwedische Aerzte. Anders A., geboren in Smäland1822, studirte in Lund, seit 1864 Professor der Geburtshilfe und Gynäkologie amcarolinischen Institute in' Stockholm. Schriften: „Om lifmoderbl'ödningar efterförlossningar och ander harnsängen " (Stockholm 1863) •— „Om goinnosjulcdomarnes freqvens och Prophylaxis" (Stockholm 1875). Hedenius
* Anderssoll, Nils Lukas A., Provinzialarzt und Vorstand des Vaccine-Depots zu Malmö, ist am 13. Deeember 1823 zu Hästvcda in Kristianstads Längeboren, besuchte die Universität in Lund, wurde 1844 Dr. der Philosophie,
1854 Dr. der Medicin, in demselben Jahre auch Magister der Chirurgie. Er wurde
1855 zum Provinzialarzt in Kristianstad ernannt, wo er bis 1866 blieb, um danndieselbe Stellung in Malmö zu übernehmen. Er machte 1859 und 1865 wissen-schaftliche Eeisen in's Ausland und publicirte „Om Lungernphysimet" (Lund 1853)und in der Hygiea (Bd. XXIII, XXV, XXIX) verchiedene Aufsätze.
Wistrand, pag. 433; — Wistrand, Bruzelius, Edling, pag. 17. G.
Afldral, Gabriel A., wurde am 6. November 1797 in Paris geborenals Sohn eines bekannten Arztes, der Mitglied der Akademie und Leibarzt Murat'swar und den frühbegabten Sohn zuerst in das Studium der Medicin einführte.A. erwarb 1821 den Doctorgrad mit einer These über die Expectoration (nament-lich in ihrer semiotischen Bedeutung); 1824 bewarb er sich um die Habilitation, alsAgrege, mittelst der Concursschrift: „An antiquorum doctrina de crisibus et diebuscriticis admittendaf an in curandis morbis et praesertim acutis observanda?"Bei Bertin' s Tode 1828 machte die Facultät den jungen Agrege zum Professorder Hygiene; 1830 bei Desgenettes 'Rücktritt zum Professor der internen Patho-logie; 1839 endlich übernahm er als Nachfolger Broussais ' den Lehrstuhl derallgemeinen Pathologie und Therapie, welchen er, als eine der anerkannten Be-rühmtheiten der französischen Medicin, 27 Jahre hindurch schmückte. Danebenwar A. Arzt an der Charite; schon 1823 wurde er Mitglied der (kurz zuvor, 1820gestifteten) Akademie der Medicin, 1843 Mitglied des Instituts, 1858 Commandeurder Ehrenlegion. Sein Unterricht, sein klinischer Vortrag waren besonders durchKlarheit, strenge Methodik und die auch seinen Werken, namentlich der „Klinik"eigene glückliche Verbindung von Analyse und Synthese in seltener Weise aus-gezeichnet. Seit 1866 gab A. seine Lehrstellung auf und zog sieh, wie es scheint,durch Familienverhältnisse veranlasst, nach Chateauvieux zurück, nahm aber anden Fortschritten der Wissenschaft und den Verhandlungen gelehrter Gesellschaftenunausgesetzt regen Antheil, wie er denn auch noch ein Jahr vor seinem Tode der Acad.de med. eine Mittheilung über Glycosurie machte. A. starb nach kurzem Kranken-lager an einem alten Herzübel im 79. Lebensjahre am 13. Februar 1876 zu Chateau-vieux und wurde unter grosser Theilnahme in Paris begraben. Die wissenschaftlicheHauptleistung A.'s, diejenige, welche ihm vor Allem einen Anspruch auf dauerndeBeachtung in der Geschichte der Medicin sichert, ist seine „Clinique medicale",die in 5 Bänden fast alle der internen medicinischen Klinik zugerechneten Gebiete,