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§. 229-
Behagliche Ausspannung des Geistes und heitere Stim-mung der Seele gehören zu den wesentlichsten Förderungs-mitteln einer Brunnencur; beide soll daher der Curgast zuerhalten oder zu erlangen suchen.
Mit anstrengenden intellektuellen Arbeiten darfsich derselbe nicht beschäftigen. Wer hier einen großen Theildes Tages hindurch auf seinem Zimmer zurückbleiben undsich mit Lesen, Schreiben, Berufsarbeiten beschäftigen wollte,der würde dem Zwecke der Cur ganz und gar zuwider han-deln. Der Curgast soll fröhlich und guten Muthes denVorschriften der Brunnencur nachleben, und außerdem Zer-streuung für Geist und Gemüth nur in der Natur und imUmgange mit Menschen suchen, die Gehalt und Laune ha-ben und das Herz nicht ohne Theilnahme lassen; er sollsich aber in keiner Art abmühen; das üolce lsr inendesoll ihm eine hinreichende Beschäftigung und nötigenfallsauch die erfoderliche Unterhaltung gewähren.
Unangenehme ergreifende Gemüthsbewegungenmuß er sorgfältig meiden und auftauchende Leidenschaftenmit moralischen Grundsätzen bekämpfen. Ruhe der Seele,Vertrauen zu dem Mittel, Hoffnung auf die Heilsamkeitdes Erfolges müssen ihn erfüllen. Wer an der Hoffnungnicht festzuhalten vermag, wer die auf allen Wegen winken-den unschuldigen Freuden des Lebens nicht zu ergreifen ver-steht, wer griesgrämlich Alles grau sieht, mit Allem unzu-frieden ist, was Natur und Kunst und Menschenliebe über-all darbieten, dem wird's das Wasser allein freilich auchnicht thun. Wer sich aber gar verderblichen Leidenschaf-ten hingiebt, und namentlich dem Hasardspiele, und