Druckschrift 
Pyrmont und seine Umgebungen : mit besonderer Hinsicht auf seine Mineralquellen ; historisch, geographisch, physikalisch und medicinisch dargestellt ; Mit einer topographisch-geognostischen Karte
Entstehung
Seite
389
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

389

Regendouche, aus kaltem Wasser gegeben, wird ebenfalls,nebm der mechanischen Einwirkung und der dadurch erzeugtenErschütterung in der äußeren Haut, auch die Kalte und derEindruck beider auf das Gemeingefühl, die Sensibilität über-haupt und, von dieser aus, die Einwirkung auf die übrigenGrundfunctionen des Organismus beabsichtigt.

Das Qualmbad und die Qualmdouche dringen,durch die Warme und mittels der leitenden Feuchtigkeit,tiefer in die Gebilde ein, mit welchen sie in Berührunggebracht werden, lockern auf, erweichen und machen dasStarre beweglich.

In dem Gas bade nimmt man zunächst eine eigen-thümliche Wärme wahr, die, an den Füßen anfangend, wodie Luftschicht gasreicher und also dichter und also der Druckum so größer ist, über die Schooßgegend, in der sie sichbesonders bemerklich macht, an dem Rumpfe hinauf steigt.Diese Warme ist weder durchdringend, noch die Temperaturdes Körpers überhaupt erhöhend; sie ist nur in den Theilenund durch die Theile selbst wahrnehmbar, die der Einwir-kung des kohlensauren Gases ausgesetzt sind, mit einemleichten Prickeln und Stechen in diesen Theilen, zumal inder Schooßgegend verbunden, und so lange anhaltend, alsder Badende in diesem trocknen Gasbade zubringt. Eswird durch dasselbe die Hautausdünstung angeregt und eineAnnäherung zum Schweiße, die doch vielleicht mehr nur ineiner besonderen Empfindung durch das Gemeingefühl be-ruhet, aber, bei einer Lufttemperatur unter der Blutwarme,ein Ausbruch des Schweißes nicht gefördert. Belebendkann diese Wärme nicht genannt werden; sie wirkt, durchdas Gemeingefühl, eher etwas beängstigend; es wandelt den