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Feind ganzlich zu Boden gestreckt war. Drei Legionen Rö-mer mit ihren Flügeln und sechs Cohorten (also etwa 22,5WMann ") blieben, sammt dem Feldherrn, der sich in derVerzweiflung mit dem eigenen Schwerte durchbohrt hatte "),auf dem Schlachtfelde, ein Opfer der gekränkten deutschenFreiheit, zurück. Nur Wenigen gelang es, durch die Fluchtden in Alifo mit zwei Legionen zurückgelassenen römischenLegaten (Unterstatthalter) Asprenas, der ein Neffe des Va-rus war, und unter diesem diente ^°), zu erreichen ^).
Für Rom war diese Schlacht die schmählichste, welchees seit der Niederlage durch die Parther unter Crassus (52Jahre vor Chr. Geb.), im Auslande verloren hatte; dennes verlor darin nicht nur eine zahlreiche Mannschaft, son-dern auch durch Muth, Tapferkeit und Kriegeszucht vorzüg-lich ausgezeichnete Truppen, über deren Verlust Augustusstets untröstlich blieb ^); aber desto glorreicher und wich-
2«) Man giebt gewöhnlich 20,0»l> Mann anz richtet man sichaber, wie oben, nach Bellei (II, 117) Angabe, und rechneteine Legion (nach Veget. 6s re militar. II, 2) zu 6öt)v,eine Cohorte zu 600 M., und jeden Flügel zu 300 Reitern,so kommen schon 22,Sl>g M. heraus, wobei die Hülfstruppen,deren Sueton (Octav. 23.) gedenket, nicht einmal mit ein-gerechnet sind. Nach Mannerts (Geogr. d. Gr. u, R. ErsteAusg. Thl. III. c. 7. S. 86.) und eines Recensenten in derJen. L. Z, 1823. 39. (I- B. H—s) Berechnung soll manden Verlust der Römer auf SN,VV!) Mann schätzen können.
55) Vellei ?swrc. nist, rom. II, 119. ^iinal, I, Kl.
Dion. <?as8. nist. rom. I>VI, 21.
2 6) Vellei Ilist. rom. II, 120,' vergl. auch §. 19.
2') Dion. l?g8S, Uist. rom. I.VI, 22.
2 8) Sueton (Octsv. c, 23.) erzählt z. B,, daß der Kaiser nochmehre Monate hernach sich mit dem Kopfe gegen die Thüre