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williger Krieger zusammen, stellte ihnen das Schimpflicheder Sclaverei und ihrer Abhängigkeit von den Römern vor,fachte unter ihnen die Flamme der Empörung gegen dasrömische Joch an, redete ihnen Muth zu, flößte ihnen Ver-trauen ein, und rüstete sie dann zum Kampfe, um an ihrerSpitze mit bewaffneter Hand den Feind zu überfallen.
Der von trager Ruhe und Üppigkeit umfangene Varustraute noch so sehr auf sein Ansehn und seine Macht, daßer dem Berichte des Segestes, der ihm das Vorhaben desHerman verrathen wollte ^°), keinen Glauben beimaß.Man lockte ihn unter dem Vorwande, daß in der NaheFeindseligkeiten ausgebrochen seien, die er selbst frühzeitigdampfen müsse, und unter dem Versprechen des Beistandes— unter welcher Maske Herman, ohne Verdacht zu erre-gen, sein Heer vergrößern konnte, — aus seinem Lager indie Berge und Unebenen ^). Hier hatten sich die furcht-baren Wolken des racheschwangeren Gewitters um den Ho-rizont des römischen Heeres unvermerkt aufgethürmt, undunaufhaltsam stürzte nun aus diesen Untergang und Ver-derben hervor, über den machtigen Feind hin, dem jeglicherAusweg zur Flucht, durch Berge, Walder und Sümpfe,von denen er sich eingeschlossen fand "), abgeschnitten war.Der Durst nach Freiheit und Rache für die erlittene Schmachstählte den Muth der Deutschen so sehr, daß nach drei mitfurchtbarem Kampfe durchfochtenen Tagen ") der mächtige
2°) Velleii ?at«rc. Uist. rom. II, 118 Iscit, ^nnsl, I, 25.?Iori Rer. rom. IV, 12, 33.vion. Hist. rom. I.VI, 18 u. 19.
") Vellei ?sterc. Hist. rom. II, 11g.
22) vion. Lsss. Hist. rom, I.VI, 21.