§. 8.
Die große Schlacht, welche Herman, nach jener, demGermaniens zu Idistavisa'") lieferte, und bei welcher Her-man selbst gefahrlich verwundet ward, siel am jenseitigenUfer der Weser") vor"). Wer weiß, ob nicht Herman
25) Der csmpus läistavisus soll seinen Namen aus dem Deut-schen haben: Jt is da Wisa (dieß ist die Wiese); so ward ervermuthlich von den Germanen den Römern angedeutet.Windt (in Strack Wegweiser durch die Gegend um Eilsen.Lemgo, 1817. 8. S, 29.) ist zwar der Meinung, daß der zwi-schen Oldendors und Fischbeck gelegene Ort Staue (Stave)Anlaß zur Benennung des cswpus läiswv. gegeben habe;allein einerseits ist dieser Ort gewiß viel späteren Ursprungs,anderseits paßt seine Lage nicht auf die Beschreibung, welcheTacitus (^.nnal. II, 16.) davon gegeben hat.
'^)Zust. Lipsius, ein Holländer, Interpret des Tacitus, gest.1606, wähnte den campuin läistitvisuin bei Begesack, unter-halb, d. h. stromabwärts, von Bremen zu finden; aUmälighat man ihn aber, und mit Recht, mehr stromaufwärts hinverlegt. K. Mannert (Germania, Rhaetia, Noricum, Pan-nonia, nach den Begriffen der Gr. u. R. Zweite Aufl. Leipzig,182g. 8. S. 85.) hält dafür, daß er zwischen Minden undVlvtho gelegen sein müsse; so auch L. Koch (im Sonntagsbl.herausg. v. N. Meyer. 1819. St. 43. S. 340.); nach Cluver(kerm. ^nliq. p. 582.) lag er zwischen Minden und Olden-dors; nach Windt zwischen Oldendors und Fischbeck; nach Ec-card zwischen Oldendors und Hameln, welche Meinung Wer-muth (Sonntagsbl. 1819. St. 44. S. 347.) zu bestätigensucht; Brotier weiset ihm die Gegend zwischen Oldendors undStemern an; Schläger (Hamelnsche Anzeigen 1824. St. 24-S. 96.) macht auf die Gegend von Großen Hilligsfeld, zwi-schen Hameln und Hachmühlen, aufmerksam;) d'Anville auf die umdas Dorf Hastenbeck, südlich von Hameln, und noch südlicherfinde ich ihn angegeben, nämlich bei dem Dorfe Frenke, aufeiner von Overheide gezeichneten und von den HomannschenErben 1752 herausgegebenen Eharte der Grafschaft Pyrmont-Am wahrscheinlichsten ist es, daß er oberhalb Bremen und