Druckschrift 
Pyrmont und seine Umgebungen : mit besonderer Hinsicht auf seine Mineralquellen ; historisch, geographisch, physikalisch und medicinisch dargestellt ; Mit einer topographisch-geognostischen Karte
Entstehung
Seite
8
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

8

verweilten die Römer, und begruben zuvor diese schaurigenÜberbleibsel, zu deren frommen Gedachtnißmale Germanicusselbst den ersten Rasen legte"). Dann aber erreichte dasrömische Heer den Herman, und lieferte ihm ein Treffenvon zweifelhaftem Ausgange, in welchem jedoch Hermandas Feld behauptete^").

Nun verließ Germanicus diese Gegend, indem er sichzu Schiffe aus die Ems begab. Sein General Cacina solltemit vier Legionen den Fußweg nach dem Rheine zurück-kehren. Diesen griff Herman an "). Das Treffen begannso günstig für die Deutschen, daß Cacina kaum der Ge-fangenschaft entging; allein durch Znguiomars Unbesonnen-heit endete es zu Gunsten der Römer").

Damals wurden auch noch Menschen an den Altären derGötter geopfert t-eim. 9.).

Ob der Altar des Drusus (sra Drusc» sita) nahe bei demGrabhügel (tumulus Vsrianis legionibus «tructus), und ober vom Germanicus errichtet worden, ist ungewiß. Als Ger-manicus, nach Errichtung jener Denkmäler, da er zur erstenWeserschlacht, bei Jdistavisa, heranrückte, erfuhr, daß beidevon den Cherusken zerstöret worden seien, errichtete er zwarden Altar von Neuem wieder, nicht aber auch den Kodten-hügel ^nnsl, II, 7,). Wahrscheinlich lag jener Altar

dem Rheine näher.

2") l^cit. -Vnnal. I, 63.

2') Dieß geschah wahrscheinlich auch in unserer Nachbarschaft,südwestlich vom Pyrmonter Khale ab, nach der Ems zu, woauch Warus geschlagen war. Herman rief seinen Kriegern zu:"Hier stand Barus; hier sollen auch diese Legionen unter«gehen!« l'-icit. I, 65.

22) ^nnsl, k, M,