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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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SALZSÄUREGAS - SÄUGLING

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S.

Salzsäurcgas, s. Gasarten.

Sauauge, s. Einbeere.

Saubrot, s. Erdscheibe.

Säugamme (Zusatz zu dem Artik. Tb. II. S. 635). E. Wilkinsonzu Aspatria in Cumberland sagt über die Wirkungen der Frauenmilch aufdas Kind während der Menstruation (v. Froriep's Neue Notizen 1839. Nr.286) Folgendes. Da die Function der Menstruation und der Einfluss derRückwirkung eines kranken und ungesunden Zustandes derselben auf die weib-liche Constitution jetzt von den Ärzten hinlänglich gewürdigt werden, so mussman sich wundern, dass nicht auch eine andere Wirkung der Menstruationernstlicher betrachtet worden ist, wozu die praktische Wichtigkeit aufzufor-dern schien. Da ich oft beobachtet habe, dass Frauenmilch während derMenstruationsperiode eine ganz entschiedene abführende Wirkung auf dasKind äusserte, so bin ich zu der Folgerung gelangt, dass sie nicht alleinzu dieser Zeit dem Kinde nachtheilig sein könne, sondern dass sie auch häu-fig den Grund legen möge zu andern Kinderkrankheiten. Es ist eine jetztziemlich entschiedene Thatsache, dass, wenn während der Periode derLactation die Constitution der Mutter durch psychische oder physikali-sche Ursachen geschwächt, oder nur leicht influencirt wird, die Secretionder Milch in der Qualität verändert und folglich auf die Constitution des Kin-des eine ungesunde Wirkung ausgeübt wird von den physischen Veränderun-gen , welche man als in der Milch eingetreten annehmen muss. Meine Auf-merksamkeit wurde vor Kurzem besonders auf die Betrachtung dieses Gegen-stande» geführt, als ich mein eigenes Kind aus der eben angedeuteten Ur-sache sehr stark laxirend fand. Bei weiterer Nachforschung erfuhr ich, dassnicht allein dies Kind, sondern auch meine beiden andern Kinder in ähnlicherWeise afficirt gewesen waren, wenn die Mutter während der Lactation men-istruirt wurde. Die Stuhlabgänge dieses Kindes waren ganz, wie bei eineman Diarrhöe leidenden Kalbe, sowol in Farbe, als Consistenz und Geruch.Was das Aussehen und die Farbe der Stuhlgänge anlangt, so zeigten siesich wie eine flüssige Mischung von Kreide und Ipecacuanha; sie sahen auswie eine kleine Quantität Darmkoth in einer grossen Menge seröser Flüssig-keit, wie zerrieben und aufgelöst. Der Geruch derselben war sehr stark stin-kend und fast unerträglich, und, wie es mir vorkam, dem Gerüche der Men-strualsecretion selbst nicht unähnlich. Das jüngste Kind nahm die Brust bises 19 Monate alt war, und die Mutter war in den letzten 7 Monaten regel-mässig menstruirt. Dieselbe war auch vom ersten Monate an nach ihrer er-sten Niederkunft, während der ganzen Periode der Lactation menstruirt ge-wesen. Herr Retzius, so scheint es, hat freie Phosphor- undMilchsäure in dem Menstrualblute entdeckt. Obwol ich nun eben kein gros-ser Advocat medicinischer Theorie und Hypothese bin, so ist es doch wahr-scheinlich, dass nach Donne's und lietziut' Entdeckungen über die Milch unddas Menstrualbiut, erstere eines beträchtlichen Proportiontheiles ihrer ernäh-renden Ingredientien beraubt und mit salzigen Stoffen überladen sei; daherdie laxirende Wirkung auf das Kind. Wenn dies aber wirklich die Beschaf-fenheit der Milch während der Menstrualperiode ist, so ist offenbar, dass sienicht allein Diarrhöe und nervöse Reizung hervorbringen, sondern auch man-gelhaft nährend sein, und so indirect den Grund zu verschiedenen Krankhei-ten legen kann. Wenn also die genaue Beschaffenheit und Zusammensetzungder Milch während der Menstrualperiode bestimmt erforscht würde, so könn-ten wir dann auch vielleicht die Mittel ausfindig machen, um den krankhaf-ten Einfluss derselben auf das Kind zu verhüten, wenn dieser wirklich dannstatt hat. Bis dahin muss man sich mit den bisherigen Kenntnissen gedulden.

Säugling, Laetens. Das Säuglinsalter beginnt nach Mende (Ausf,

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