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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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274
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274 RENCONTRE - R0TI1ENSCHLÄGE

stehen Einige die Kunst, das genommene Geträiik durch die Nase wieder ans-fliessen zu lassen. Hämorrhoidalknoten werden simulirt durch Blasen Ton Fi-schen oder Ratten, welche mit Blut beschmiert in den Mastdarm geschobenwerden; aber diese haben nicht das Anseheil von wirklichen Hämorrhoidenund fallen zusammen, wenn sie mit einer Nadel angestochen werden- BeiIncontinentia urinae schliefst der Verf. immer auf Betrug, wenn nicht einStein zugegeu ist, oder eine Operation stattgefunden hat, wodurch der Sphin-cter vesicae verletzt werden könnte. Man beobachte den angeblich Kranken,um zu erfahren, ob er willkürlich und im Strahl uriniren kann, und weckeihn in der Nacht alle halbe Stunde zum Wasserlassen, welches ihm bald solästig wird, dass er sich für geheilt erklärt. Ob ein rother Urin durchKunst gefärbt ist oder Blut enthält, erfährt man dadurch, dass man ihn ko-chen lässt; der bluthaltige setzt dann ein braunes Coagulum ab und erhältseine gewöhnliche Farbe wieder. Blässe und Magerkeit sind bei gutgebil-deter Brust und ungestörter Circulation, Respiration und Digestion kein Grundzur Dienstbefreiung, weil ein solcher Zustand durch Fasten, Purgir- undBrechmittel erzeugt werden kann. Als Anhang folgt eine Untersuchung derFrage, ob man zuverlässige Kennzeichen zur Unterscheidung vorsätzlich er-worbener Verstümmelungen von den zufällig erhaltenen habe ? Das Resultatist, dass es keine solche Merkmale giebt, doch gelangt der Arzt durch Listoft zur Erkenntniss der Wahrheit, und nicht selten verräth der Verletztesich durch die Erzählung der Art, wie die Verstümmelung entstanden seinsoll. Am häufigsten kommt das Abhauen des rechten Fingers oder eines Theilsdesselben vor; hier ist Grund zum Verdacht, wenn der Verletzte behauptetlinks zu sein, nachdem man sich schon durch Beobachtung seines Benehmensvom Gegentheil überzeugt hat. Ebenso verdächtig ist es, wenn bei Verlustdes Zeigefinger* durch einen Säbelhieb der Mittelfinger unversehrt gebliebenist. Am schwierigsten sind die freiwilligen Verwundungen des Fusseü, welchebeim Holzspalten entstanden sein sollen, zu entdecken. (Dr. C. IViedotc.)

Rencontre, s. Duell (im Nachtrage).

Respiratio uterina, s. Vagitus uterinns.

Rippenbruch, s. Verletzungen d. Rückgrats.

Romanensucht , s. Entwickeluneskrankhoiten, Tb. I.S. 391.

Rosmarin, wilder, s. Ledum palustre.

Rostflecke, S. Maculae.

Rückgrat, 9 - Wirbelsäule.

Rückgrat, gespaltenes, s. Missgeburt.

Riickennerven, s. Nervensystem.

Rückenmarkserschütterung, s. Verletzungen des Rü-ckenmarks.

Rückenmarksverletzung, s. Ebend.

Rum, s. Getränke, Th. I. S. 654.

Ruthe, männliche, s. Tb. I. S. 618.

Ruthe, weibliche, s. Th. I. S. 622.

Ruthenschlage, s. Militairstrafen n. (im Nachtr. Beschä-digungen).