134 FENESTHA. ROTUNDA - FOETUS
Fcnestra rotunda, s. Gehörorgan.
Fichtenraupe, s. Kerbthiere.
Fieber (Zusatz zu Ende des Artikels Tb. T. S. 483). 3) In bezüg-licher Absicht kann durch erhitzende Dinge: Wein, Branntwein, starkeGewürze etc., durch heftige Bewegungen, durch starkes schnelles Athmeneine Beschleunigung des Herz - und Pulsächlages, Gesichtsröthe, Schweissetc., durch Narcotica, z. B. Tabak, Hyoscyamus, ein kleiner schnellerPuls, blasses Ansehn, Zittern, Erbrechen hervorgebracht werden. ÄhnlicheZufälle erfolgen, sobald Tabak, Meerrettig, Knoblauch in den After ge-bracht werden. Fieberhafte Zufälle mit verändertem bleichen Antlitze kön-nen durch den äusserlichen Gebrauch des Essigs, durch Räuchern mitSchwefel und Kümmel erkünstelt werden. Der Puls wird ungleich, langsamoder fehlend durch starken Druck auf die Adern mittels Bindung des Ober-arms oder mittels des in die Achselgrube gebrachten Fingers der andernHand, durch Anstossen des Ellbogens, durch kräftiges Wirkenlassen allerMuskeln des Arms und der Brust. In solchen Fällen wird der Betrug ent-deckt, wenn der Puls am andern Arme oder an den Hals- und Schläfenar-terien untersucht wird, wo er nichts Abnormes zeigt. Ein trockner oderfeuchter Zuuger.beleg wird erzeugt durch Bestreichen mit Kreide, mit vonder Wand geschabtem Kalke oder mit Seife, Mehl etc. Hier entdeckt Ab-waschen den Betrug. Der Harn wird in Beschaffenheit und Farbe verän-dert durch Lauge, Salzwasser, Rheum, indische Feigen, Färberröthe, Kan-thariden. — Durch starkes Bürsten der Haut wird diese auffallend geröthet,was aber bald wieder verschwindet; Färbung durch Schminke u. dergl. istleicht zu entdecken. — Erkünstelte Fieberanfälle haben keine Dauer undenden ohne Krisen; völlig erdichtete verrathen sich bei näherer Untersu-chung und Berücksichtigung des Ganzen sehr bald als solche, zumal wennihnen andere Erscheinungen: munteres Ansehn, guter Appetit, Mangel anEntkräftune und Abmagerung etc. widersprechen. S. Krankheiten, ver-stellte. (Vergl .Schmalz in Siebenhaar'a Gerichtl. Arzneikde. 1838 Bd IS. 497.)
Fieberharn, s. Harn.
Fieberwahnsinn, s. Delirium febrile.
Fingersprache, s. Taubstummheit.
Fissurae cranii, s. Verletzungen des Kopfes.
Flachsrösten, vergl. Th. II. S. 612.
Flammentheorie , s. Wetter, schlagende.
Flechte von Aleppo, s. Lepra.
Flecke an Xieichen, s. Maculae.
Flecke, gelbe, in Geweben, s. Ebend.
Fledermausflügel , s. Ge s c hl echt st heile.
Fliegenschwainin, s, Schwämme, giftige.
Flunder, s. Nahrungspflege.
Fluxus coeliacus, s. Recrutirung.
Fluxus lientcricus , s. Ebend.
Fluxus mensium, s. Menstruatio.
Focile minus, s. Ulna.
Foetus (Zusatz zu d. Art. Th. I. S. 496, und 506, Nr. I., IV. u.V.) Ad I. Sehr kurz und bündig hat Mende (Handb. d. gerichtl. Medicio)