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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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EXTRAVASAT«)

in das Mittelfell ( Emp. sternale ;, oft als mittelbare Folge einer Verletzung,und bewirkt manchmal ein äusserlich fühlbares Klopfen. Emp. interco-stale, spurium, häufiger als das wahre, sitzt zwischen dem Rippenfelle undden Muskeln; es macht eine bestimmte beschwerliche Empfindung, die durchDruck und Liegen auf der kranken Seite vermehrt wird, bald auch eineweiche, schwappende Geschwulst, die sich beim Athmen hebt und senkt.(Kiese ü. d. Empyem, in Pfnff's Mittheilungen. 1837. Heft 1 und 2.)L y m p he r gu s s, häufig die Folge von Brustfell- oder Herzbeutelentzün-dung . geschieht nach und init entzündlichen Zufällen ( Hydrothorax acutus,puriformis ) und mit schnellem Verlaufe. Ergiessung in die Bauchhöhle.Hier kommen säuamtliehe, im Eingange genannten Flüssigkeiten vor. Sies tzen vorzugsweise im Bauchfellsacke, wo sie eine gleichmässige Auftrei-bung bewirken, können aber auch, mit ungleichmässiger, zuweilen wandern-der Ausdehnung des Unterleibes, im Magen, Darmcanale, Uterus oder inder Harnblase sich anhäufen, wenn Krämpfe oder andere Ursachen ihrenAbgang hindern, oder zwischen den Bauchfellmuskeln und dem Bauchfelle.Mehrere derselben können aus der Brust dahin gelangen, durch das perfo-rirte Zwerchfell. Nach Verbältniss der Menge, Beschaffenheit und Quelledes Extravasats entstehen Gefühle von Druck, Spannung oder Brennen, ge-störte Verrichtung des Magens, der Gedärme, der Harnblase ü. s. w.Tropfbare Flüssigkeiten bewirken in der Regel eine mehr oder mindernachgiebige, nicht tönende, nicht leichte, der Körperlage folgende, grössten-teils schwappende, stetige Anschwellung. Ist der Darmcanal unverletztund ausgedehnt, so bleiben sie sehr oft auf eine bestimmte Stelle be-schränkt; sie verbreiten sich dagegen überall hin, wenn die perforirten Ge-därme durch Ergiessung ihres Inhaltes leer werden. Auch senken sie sichgrösstentheils in die Beckenhöhle herab und entfernen sich somit oft weitvon ihrer Quelle. B 1 utergiessung {Ascites crueniut, Haematocoelia)entsteht gewöhnlich nach äusserer oder innerer Verletzung des Unterleibes(s. d.), doch auch bei acuter Entzündung. Der Unterleib wird meistensteigig ödematös oder blau und roth marmorirt. Oft aber ist die Auftrei-bung gering (s. Morgagni, De causis et sedibus morbor. etc. II. p. 319).Bei Magen wunden scheint das ausgetretene Blut zuweilen durch die Wundein den Magen zurückzutreten und dann ausgebrochen zu werden. Eiterergiesst sich (Ascit, purulentus, Pyocoelia) nach vorgängiger Entzündung,z. B. in der Leber, Milz oder in der Brust, oft mit den schlimmsten Zu-fällen. Ergiessung gerinnbarer Lymphe ( Asc. puriformis) findet man häu-fig nach Peritonitis und Kindbettfieber. Anhäufung von Milchsaft (Asc.chylosus, lacleus ), Folge einer Verletzung der Cisterna chyli oder der Vasachylifera, ist sehr selten und verhält sich wie der Chylothorax. Morgagnierzählt ein Beispiel, desgleichen Littre (Memoires de l'Acadömie des Scien-ces ä Paris). Nach Verletzung des Ausführungsganges der Bauchspeichel-drüse ergiesst sich Pankreassaft (Asc. salivalis). Die wahre, freieBauchwassersucht ( Asc. verus diffusus), oft Folge anderer Krankhei-ten, verläuft meist sehr langsam. Die Galle ergiesst sich nach Stössen,Stichen u. dgl., oder nach freiwilliger Berstung der Gallenblase oder derGallengänge, z. B. bei festsitzenden Gallensteinen, unter heftigen Zufällen:Erbrechen, Kolik, Krämpfe etc., und kann in wenigen Stunden tödten.Dasselbe gilt von der Harnergiessung (Asc. urinosus). Bei Kother-guss gleichen die Symptome denen des Abdominalbrandes, sind jedoch nochheftiger uud rascher zunehmend, mit grossem Seelenleiden und dem Vorge-fühle baldigen Tode«. Ähnliches erfolgt, wenn genossene Dinge oderder Speisebrei ( Chymus ) sich aus dem Magen oder den obern Gedärmenin die Bauchhöhle entleeren. Fruchtwasser ergiesst sich nach einerRuptur des Fruchthalters. Angehäufte Luft bewirkt eine gespannte,pralle, elastische, beim Anschlagen tönende, leichte, nicht, der Lage desKörpers folgende, oft schnell steigende und fallende Auftreibung (Bauch-windsucht, Tympanitis in chronischen, Meteorisaius in acuten KrankheiteD,s, Emphysema). (J. Dolm, De renunciatioue vulnerum etc. Lips. 1755.