URACHUS - VAGITUS UTER. ET RESPIR. UTER. 1041
Uracliiig, 9. Ei, menschliches.
Urarisgift, s. Pfeilgift.
Uredo, Brand im Getreide. Derselbe bildet feine, rundliefioStaubkörner, welche unter der Oberhaut verschiedener Pflanzengattungenlind Pflanzentheile entstehen und durch denselben hervorgebracht werden.Wir unterscheiden: 1) Den Schmierbrand, Vredo sitophila Dilmar.Derselbe befällt vorzüglich die Weizenkörner, wenn sie noch ganz jungsind, treibt sie auf, verbreitet einen unangenehmen Geruch, ist schmierigund hat eine schwarzbraune Farbe. Er ist schädlich, indem er viele Kör-ner verdirbt, und dem Weizenmehle, wenn die Körner nicht vorher durchWasser gereinigt werden, einen üblen Geruch, eine üble Farbe und eineschädliche Eigenschaft mitcheilt. Schlechte Witterung, fehlerhaftes Saat-korn und übermässige Düngung sollen die Ursache der Entstehung sein.2) Der Flugbrand, Vredo segetum Perioon, Carbo Decandolle, Usti-lago tegetum Link und Dilmar. Derselbe befallt die Getreidearten, mitAusnahme des Roggens, verzehrt die Aehren theilweise oder ganz, und be-steht aus schwarzen Staubkörnern, welche leicht verfliegen. Derselbe zer-frisst die dicken Kolben des türkischen Weizens, Mais, oft ganz und gar.Da derselbe leicht verfliegt und keinen üblen Geruch hat, so verdirbt der-selbe das Korn und Mehi nicht leicht so, wie der Schmierbrand. Im bran-digen Weizen fanden Fourcroy und Vauquelin (Gehlen Journal VI. S. 448)ein grünes, butterähnliches, scharfes, stinkendes Öl, eine im Wasser auf-lösbare, im Weingeiste unlösliche, durch Gallustinctur und die meisten Me-tallsalze fällbare thierische Materie, Moder und Unorganisches. Der Rostder Gerste soll aus einer der Kohle ähnlichen, aus einer vegeto-animalischenMaterie und aus Phosphorsäure bestehen.
Ureter, s. Harnwerkzeuge.
Urethra, s. Geschlechtstheile.
Urin, s. Harn.
Urinblase, s. Harnwerkzeuge.
Urinblasenprobe, «. Harnblasenprobe.
Ustilago segetum, s. Uredo.
Uterus, s. Geschlechtstheile, weibliche.
Uvea, s. Oculus, anatomisch.
Uvula, s. Mundhöhle.
Vaccinatio, s. Kuhpocken.
Vaccine, s. Kuhpocken.
Vagina, s. Geschlechtstheile, weibliche.
Vagi tu» uteri :iu* et Respiratio uterina, Schreien und
Athmen des Kindes in der Gebärmutter. Ob ein Kind, so langees in der Gebärmutter liegt, schreien und athmen könne, darüber ist seiteinem Jahrhundert geschrieben worden. Während der Schwanger-schaft haben den Vagitus uterinus und die Respiratio uterina ThomatBartholinus, Zeller, Sennert u. A. für möglich gehalten (s. Bohrt, De re-nunciatione vulnerum, p. 176); dass das Schreien und Athmen vor derGeburt eintreten könne, Bolm (1. c. p. 175), Teichmeyer (Institution»Mo st Staatsarzneikunde. II. (>()