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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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1012 TUBERCUL. CAUDAT. - TUNICA SCLER. OCULI

besonders der Frau, oder auch der Gesundheit der Frucht unfehlbar Scha-den bringen, begangen werden, hat häufig nur in der Unwissenheit seinenGrund, in welcher bei fast allen Staateneinrichtungen die jungen Leute sichbefinden, da ihnen der so nothwendige Unterricht über Vater- und Mutter-pflichten mangelt (s. K. Kuhn, Katechismus für Braut- und Eheleute. Prag1796). Uin jene Fehler zu verhüten und auch von dieser Seite für gesundeNachkommenschaft zu sorgen, muss die Gesetzgebung zweckmässige Beleh-rung über jene Gegenstände möchlichst zu verbreiten suchen." Nicolai (Sa-nitätspolicei. 1832. 3. Aufl. S. 511) spricht sich so darüber aus: „Das Verhei-rathen der Lungensüchtigen — sagt er — hat eben die Gefahr und Folgen,welche die Epilepsie hat. Auch von dieser Krankeit ist es bekannt, dassdieselbe in gewissen Familien sich erblich fortpflanzt. Sie ist der Berölke-rung nun noch in der Rücksicht nachtheilig, als die damit Behafteten, so-wol weiblichen als männlichen Geschlechts, zum Kinderzeugen meist sehraufgelegt und fähig sind, hierdurch aber sowol das Leben des Vaters alsder Mutter abgekürzt wird. Die Mütter concipiren, die Väter zeugen leicht;während der Schwangerschaft hört die Äusserung der Lungenschwindsuchtauf, bricht jedoch nach der Geburt meist um so heftiger wieder aus undendigt mit dem Tode. Beim Manne entsteht gleichfalls zeitiger das Endedes schon lange vorher da gewesenen Krankheitszustandes. Deswegen be-merkt man, dass lungensüchtige Ehemänner bald nach der Verheirathungsterben. Lungen- und Brustkranke sind schon in der Beziehung der Ein-wohnerzahl nicht nützlich, weil sie zur Ertragung eines Theils der bürger-lichen Lasten unfähig, nicht einmal zum Kriegsdienste brauchbar sind. —Glücklicherweise stirbt ein grosser Theil der Schwindsüchtigen schon vorder Verheirathung; wäre dieses nicht der Fall, und würden die chimärischenIdeen derselben über den Ehestand in der Zukunft realisirt, so würde baldder grösste Theil der Familien aussterben und diese Krankheit in das Un-endliche fortgepflanzt werden." (In Grossbritannien sterben, nach JohnArmstrong, jährlich an der Schwindsucht 55,OCO Menschen. S. Henke,Zeitschrift. Ergänzungsheft IV. S. 213.) 2) Durch unleugbare Thatsachenist die Ans teck ba r kei t der echten Schwindsucht, namentlich in heissenKlimaten und bei uns im Sommer, sattsam bewiesen. In Italien und Spa-nien müssen die Kleider und Betten der an der Schwindsucht Verstorbenen,wenn sie dieselben in ihrer Krankheit gebraucht habe, verbrannt werden.Auch bei uns sollten solche Kleider und Betten wenigstens gehörig gereinigtund ein halbes Jahr lang vor ihrem Gebrauche gelüftet werden, um Unglückzu verhüten (s. Kleider). 3) Die Ärzte müssen bei der Wahl einer Ammefür Säuglinge sehr genau untersuchen, ob erstere auch schw indsüchtig ist,damit sie nicht den Säugling den Keim der Schwindsucht gebe.

Tulierculum caudatuin, s. Leber.

Tulicrkelkranklieit , s. Tuberculosis.

Tul»uli urinarii Bellini, s. Harn Werkzeuge.

Tunica adiposa, Fetthaut. Ist das starke, mit Fett verseheneZellgewebe, welches einen vollständig gebildeten Muskel umwickelt unddessen Beweglichkeit befördert.

Tunica albuginea, s. Oculus.

Tunica choroidea, s. Oculus anat, phys.

Tunica conjunctivae s. Ebend.

Tunica Cornea, s. Ebend.

Tunica dartos, s. Ges chlechtstheile, männliche.

Tunica retina oculi, s. Oculus.

Tunica Sclerotien oculi, s. Ebend.