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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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QUECKSlLBEiMORNERZ QUELLEN 581

uiit Opium, kräftige Fleischsuppen, Gebratenes und Wein. Am Ende desSpeichelflusses die oben genannten adstringirenden und säuerlichen Mund-und Gurgelwasser, zumal aus Cuprum Bulphuricum 5j5jj j in ii 'j Wassergelöst, eine schwache Auflösung von Aerugo, oder Höllenstein; man be-tupfe auch die Geschwüre erst mit erweichenden und darauf mit den obenangegebenen reizenden Pinselsäften. Bei sehr veralteter Mercurialkrankheitund schon bestehenden Knochenleiden Acidum nitricum dilutum mit Schlei-men, dabei Chinadecoct mit Extract. nuc. jugland., Speeles lignorum mit Cal-rnus; nach Andern warme Bäder, Opium, lod (sehr wirksam auch inner-lich Kali hydriodicum. Most). Zum Schlüsse der Cur bei jeder Art vonMercurialtoxication dienen Eisen bäder. Haben Quecksilber-, auch Zin-nober- oder Siegellackdämpfe auf den Kranken eingewirkt, so entziehe manihn denselben und behandle ihn wie bei innerlich genommenem Quecksilber.Knochenauftreibungen, Gummata, Tophi erfordern Blutegel in grosser Zahlund wiederholt, Sarsaparilla in grossen Dosen, Salpetersäure und Diapho-vetica. Beim Mercurialzittern erweichende Getränke, laue warme Schwefel-bäder (Aachen, Nenndorf), auch künstliche; ferner freie, warme Luft, in-nerlich Schwefel, Antimonium crudum, Decoctum radic. sarsaparillae, cari-cis arenariae; hei höhern Graden des Übels Strychnin, Nux vomica. Be-rends und Sundelin halten das Eisen, sowie China mit Kalmuswurzel, nebenfiisenbädern (möglichst natürlichen) für das Hauptmittel beim Mercurialzit-tern, und zwar, nach entfernter Saburra, die Limatura ferri täglich zu gr.jj,und alle Tage 2 Gran mehr mit gr. v pulvis calami, bis einige schwarzge-färhte Stühle entstehen, wo es dann auf einige Tage ausgesetzt wird; da-bei soll man Infusa trifolii fibrini, Ligni quassiae, Decoctum chinae mitGewürzen interponiren, aromatische und Eisenbäder nehmen und eine leichtverdauliche, nährende Kost gemessen, zur Nachcur China und Eisenbäder(am besten natürliche, zu Fachingen, Scliwalbach, Pyrmont) nehmen lassen.Bei zugleich vorhandener Mercurialkachexie und Speichelfluss rathen Berendsund Sundelin zu demselben Verfahren, aber auch noch zum Aufenthalte inwarmer Luft, zur warmen Bedeckung des Halses, zur fleissigen Ausspülungdes Mundes anfangs mit erweichenden, späterhin mit tonisirenden Mitteln,sowie zum innerlichen Gebrauch kleiner Gaben Opium oder Dower'schenPulvers. Werneck lobt bei chronischer Quecksilbervergiftung die Elektri-cität. Um Quecksilbervergiftungen /.u verhüten, müssen Quecksilbermittelnur auf ärztliche Verordnung verabreicht, nie auch die graue Mercurialsalbe,die bei Krätze und F'ilzläusen verlangt werden, eben so wenig aber auchvother Präcipitat aus der Hand verkauft werden. (Ich sah auf die ersterebei einen Juden, der sie gegen Filzfäuse und Scabies einrieb, fürchterlichenSpeichelfluss und Mercurialgeschwüre folgen, den rothen Präcipitat aber,gegen Kopfausschlag aufgestreut, unheilbare Taubheit nach sich ziehen).Um Leute, die den Quecksilberdärapfen bei ihren Arbeiten ausgesetzt sind,gegen die nachtheiligen B'olgen derselben (Speichelfluss, Zittern u. s. w.) zueichern, müssen dieselben, wenn sie die Arbeit verlassen, die Kleider, dieArbeiter in den Bergwerken auch die Schuhe wechseln, bei der Arbeit inder Grube nicht essen, sich vor dem Essen und Dach der Arbeit waschen,während derselben Mund und Nase mit einem nassen Flor (Schleier) be-decken und bei den geringsten Zeichen des Speichelflusses, der Armschwächeu. s. w. sogleich ärziliche Hülfe suchen. Malern, Töpfern, Anstreichern istVorsicht beim Umgange mit Zinnober zu empfehlen, sie müssen den Pinselnicht anlecken u. s. w. (Dr. C. A, Toll.)

Q.ueelisHberhomei'Z, s. Quecksilber.

QuecKsilberpriicipitat, s. Quecksilber.4&ueclisill>ersiil»limat, s. Quecksilber.

Quecksillbervergiftuiig, s. Quecksilber.

Quellen, d; e der Medicina forensis, s, Arineikunde, ge-richtlich e.