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2 (1840) L - Z. Supplemente A - Z
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QUECKSILBER

nach Unten bis zum Rothglühen erhitzt, wo sich da9 Gemenge befindet.Das Quecksilber wird reducirt, und condensirt sieb zu kleinen Metallkügel-chen iin kalten Theile der Röhre. Um zu ermitteln, ob Bonbons oderandere Zuckerwaaren mit Zinnober gefärbt sind, wird ein Tropfen schwe-felsaures Ammonium auf die zu untersuchenden Sachen gegossen, wodurcheine braune oder schwarze Farbe entsteht; vor dem Löthrohre zeigt sichdas Metall ( Prevost und Chevalier, Journal de connaiss. m^d. Avril 18ä4).

Hülfsmittel bei Quecksilbervergiftung. Bei acuter Mercu-rialvergiftung (durch grosse Dosen auf einmal genommenen Mercurs) alle23 Minuten als das beste Antidot das Weisse von einem Ei, mit lauwar-mem Wasser verdünnt (nach Pachter macht ein Eiweiss vier Gran Subli-mat unschädlich), nur iin Nothfalle Weizenmehlkleister, welcher eben sogut wie TaddeF* Kleber ist, anfangs allenfalls blos mit Wasser angerührt,Gummiwasser, Decoctum radic. althaeae, folior. et flor. inalvae, Zucker-,Honig-, Seifenwasser, Fleischbrühe, oder selbst blosses laues Wasser, umErbrechen zu erregen, das man auch durch Kitzeln des Schlundes mit einerFeder nebenher mil befördern kann; bei nicht erfolgendem Erbrechen nochein Emeticum, noch besser die Magenspritze. Bei entzündlichen Symptomenverfahre man antiphlogistisch. Taddti empfiehlt zur Zersetzung des Subli-mats sein Polvere emulsiva di glutine (Pulvis emulsivus glutinis) zu -)iv prodosi in einem Glase Wasser (ist durch Weizenkleber zu ersetzen, und stehtan Wirksamkeit dem Eiweiss nach). Kraftloser als Antidot sind hier auchChinadecoct, Kohlenpulver, öle, Fette, Alkalien, alkalische Erden, alkali-sche Eisentincturen, Eisenwässer und Eisenfeile ( Müne Edwards und Du-ma»), Schwefelieber und Schwefelwasserstoff bilden ein tödtendes Schwe-fel<|uecksilber, wie Orfila an Hunden bewiesen hat. Braconnot hält dieGailertsäure, Pettenkofer die Mekonsäure, mekonsaure Alkalien für ein wich-tiges Gegengift bei Quecksilbertoxication. Bei krampfhaftem Zustande:warme Bäder, Abführungsmittel, Einreibungen von Extractum belladonnaein das Rückgrat ( Stokes ). Bei Nachkrankheiten nach Quecksilbertoxica-tionen innerlich Schwefel, auch in Brunnen, nebenher Schwefelbäder, alter-nirend mit Reizmitteln; bei Lähmungen und Neurosen auch Galvanismus undElektricität. Bei der Mercurialkrankheit (chronischen Mercurialvergiftung)innerlich Schwefel mit Magnesia, auch nenndorfer Brunnen, Schwefelleber(in Emulsion), zwischendurch Aromatica, zumal Calmus, künstliche und na-türliche Schwefelbäder (Aachen, zumal in veralteten Fällen, Warmbrunn),eisenhaltige Mineralwasser. Bei Mundgeschwüren neben diesen Mitteln Mund-wasser (Decoctum salviae, quercus, bei hoher Empfindlichkeit im Mundemehr Althäa-, Malven-, Letnsaamendecocte); ferner als Mundwasser 5jjjExtractum ratanhae, 3 v j Aq. salviae vel rosarum, Tinctura kino, catechuaa 3jj, e i" Gurgelwasser aus einer Auflösung von gr. xv Cupr. sulphu-ricum (Einige halten das Kupfer auch beim Mercurialspeichelßusse für einSpecificum internuin) in gvj Infus, salviae gelöst, mit Zusatz von Tincturamyrrhae, catechu, kino aa 3ji Tinctura pimpinellae 3vj, Mel crud. gvj,oder auch eine Mischung aus 5jjj Acid. muriaticum und gjjß Syrupus mo-rorum, zum Gurgeln (mit Salbeiwasser zu vermischen, sodass dieses sauerwird, und der Mund es verträgt), nach Rust ein Pinselsaft aus Kampherin Mandelöl gelöst (auch von mir wirksam befunden). Eine planmässigeCur beim Mercuriaispeichelflusse ist folgende: Erneuerung der Wäsche,warme Bäder (täglich eins mit §jj Schwefelleber), Aufenthalt in einer Luftvon 1415° R., Betthüten, kühles, schleimiges Getränk; man lasse denSpeichel auswerfen, nicht verschlucken, lasse fleissig mit erweichenden Mit-teln (s. o.) gurgeln, den Mund ausspülen, setze bei starker Reizung Blut-egel an die Kinnlade, oder lasse schröpfen ( Cullerier, Matsa ), wende nachUmständen Fussbäder, erweichende Kljstiere und Abführungsmittel (diese,wenn Mercur innerlich genommen wurde) an, und behandle den Kranken,was Diät und Regimen betrifft, wie einen an Fieber mit topischer Entzün-dung Leidenden, innerlich Schwefelleder (s. o.), dabei Opium mit Kampher.I3t das Übel schon alt, so reiche man Decocto-infusum chinae et calami