Ii.
sü.'iltia, 3. Mundhöhle.
Sialiia gcuitalium, s. Geschlechtstheile, weibliche.
Eiafeyriuth, s. Gehörorgan.
Lac, s. Getränke Nr. II.
üacerta, s. Eidechse. Durch das Trinken von unreinem Wasser,worin sich Eidechsen aufhalten, sind schon manche Personen Jahrelang krankgeworden, bis sie endlich die im Leibe gross gewordenen Eidechsen durchErbrechen oder Purgiren los wurden. Fälle der Art finden wir zahlreichein folgenden Schriften: Ephem. Nat. C. Dec. 3. ann. 3. obs. 128. Journ.de medec. T. 51. S. 447. Observ. med. curiosa. Wolfenb. 1723. Scheid,in Halleri collect, diss. pract. VII. n. 257. Schwarz, in Med. Wochenblatt1781. Nr. 47. Weickard, Vermischte Schriften. IV. S. 121.
liacerta BasiUscus, s. Basilisk.
Aiachsi'orelle, s. Fische, giftige.
Laches! S , s. Amphibien.
liactuca sativa Linn., gemeiner Lattich. Diese bekannte zu
der Familie der Cichoraceen Jussieu, und in die 19. Classe, 1. Ordnung (Syn-genesia Polygamia aequalis) des Linne gehörende Gartenpflanze giebt durchEindickung ihres Saftes das sog. Lactucarium anglicanum s. genuinum undL. Parisiense. Nach Rothamel wirkt letzteres zu 2 — 3 Granen nur ebenso stark als */ 2 Gran L. anglicanum. Zufälle der Vergiftung. Übel-keit, Angst, Druck in der Herzgrube, Mattigkeit, Schwindel, kalte Schweisse,stark mit Schleim belegte Zunge, Gliederschmerz, Betäubung, bald Diarrhöe,bald Verstopfung. Schon 20 Gran von L. anglicanum erregten diese schlim-men Zufälle. Gegenmittel. Aether aceticus in Rheinwein, starker Kaffee,viel kaltes Wasser, kalte Waschungen.
liactuca virosa Linn., Giftlattig, Leberdistel, giftigerSalat. Diese einjährige Pflanze wächst in Deutschland auf Hügeln, Schutt-haufen, an Wällen und Hecken, hat einen aufrechten, ästigen, unten mitpfriemenförmigen Stacheln besetzten, oben unbewehrten Stengel, der weisä-milchend ist und 4 Fuss hoch wird. Die obern Blätter sind ganz und pfeil—lancettförmig. Die Blumen, welche im Juli und August sich zeigen, stehenin Rispen und sehen gelblich aus. (Abbild, s. Winhler's Deutsch. Giftpflan-zen Tab. 63.) Die ganze Pflanze riecht widerlich, betäubend. Sie enthälteinen weissen, scharf und bitter schmeckenden Milchsaft, der Purgiren erregt.Aus den Blättern wird das officinelle Extractum lactucae virosae gemacht.Vergiftungszufälle. Auf nicht zu kleine Dosen des Extracts, sowiedes frischen Saftes folgen: Erbrechen, Schwindel, Betäubung, kurz diesel-M o s t StaatsarzHeikunde. 11. 1