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Chloralhydratpräparate geben so ziemlich dasselbe Bild, nur verschwindet hiergewöhnlich die oben erwähnte Punktierung der Maschenverdickung der Sporenwände.
Bei dem charakteristischen Bau der Lycopodiumsporen sind etwaige Ver-unreinigungen oder Fälschungen leicht durch das Mikroskop festzustellen.
Als solche findet man ziemlich häufig, wenn auch nach meinen Erfahrungennicht in grossen Mengen, Weizenstärke in Einzelkörnern sowohl, als auch in Zu-sammenballungen ') (Glycerinpräparat).
Anzuschliessen wäre hier die Prüfung auf ander-weitige Stärke (Mehle, Curcumapulver etc.).
Als Fälschungen werden ferner genannt: diePollen von Nadelhölzern und von Corylus Avellana L.Erstere haben glatte Oberfläche und vor allem grössereblasenartige Anhängsel (Auftreibungen der Exine),letztere sind ebenfalls glatt und mit drei Exinelöchernversehen.
Dextrinpräparate, Kolophonium- und andereHarzpulver, Schwefel und mineralische Zusätze fallensofort unter dem Mikroskop auf. Dextrin lässt sichals solches leicht durch Jod - Glycerin 2 ) nachweisen.
Bezüglich der übrigen Substanzen wäre der mikro-skopische Befund durch die vom Arzneibuch vorgeschriebenen Prüfungen (Schüttelnmit Wasser oder Chloroform, Aschenbestimmung), eventuell durch weitere chemischeUntersuchung zu bestätigen, auf die einzugehen, hier zu weit führen würde.
Das Arzneibuch lässt in sehr geringen Mengen Bruchstücke von Stengelnund Bl ättern der Stammpflanze zu. Es handelt sich hier meist um quantitativ un-bedeutende Gewebereste der Ränder der Fruchtschuppen mit ziemlich grossen,zum Theil knotig verdickten Parenchymzellen, in selteneren Fällen aber auch umschon dickwandige, faserartige Elemente.
Fig. 13. Lycopodium.a Spore von unten, b dieselbe vonoben gesehen, tu.d Schräglagender Sporen. Vergr.: 1 : 500.
') Vergl. Bd. IV, pag. 157.
2 ) Bd. IV, pag. 169.