Lycopodium.
Semen Lycopodii. Bärlappsamen, Bärlappsporen, Hexenmehl, Streupulver,
Blitzpulver, Erdschwefel.
Eine Probe des Pulvers — etwa eine halbe Messerspitze — rühre man imUhrglas mit etwas Alkohol zu einem dicken Brei an. Diesem werde, unter so-fortigem Umrühren, nur soviel Wasser zugesetzt, dass der Brei noch ziemlich dick-flüssig bleibt. Ihn benutze man zur Herstellung von Wasser-Glycerin-, eventuellauch von Chloralhydratpräparaten.
Unter dem Mikroskop erscheinen die das Pulver ausmachenden farblosenoder nahezu farblosen Sporen als tetraederähnliche Gebilde. Die Basalfläche einerjeden Spore (a Fig. 13) ist stark convex gewölbt. Die Pyramidenwände (b Fig. 13)dagegen sind flach, hie und da sogar etwas eingesunken.
An sämmtlichen Wänden findet man eine recht eigenartige Verdickung.Sie betrifft die äussere Haut der Spore (Exosporium), die, von der Fläche ge-sehen, ein vorspringendes, zu meist 5—6-seitigen Maschen gefügtes zartes Leisten-werk zeigt. Wo die Leisten zusammenstossen, erscheinen sie nicht selten wiegeknotet (schwache Punktierung).
Die Profil ansieht der Leisten erhält man bei Einstellung des Mikroskopesauf den Rand der Spore. Die Leisten geben sich dann etwa wie niedereStacheln, deren Spitze durch ein oft eingedrücktes zartes Häutchen verbundenzu sein scheint.
Am schärfsten und schönsten ist die Masclienverdickung an der gewölbtenBasalfläche der Spore (a Fig. 13), durchgeführt. An den Pyramidenflächen dagegenwird sie nicht selten undeutlich, bei Neigung zu welligem Verlauf oder zu will-kürlicher Verschiebung der Maschenwände. Gegen die Spitze der Pyramide hin(b Fig. 13) verschwinden unter Umständen die Maschen vollständig.
Bei dem Studium der gestaltlichen Verhältnisse hat man die Lage der Sporenzu berücksichtigen. Die wenigsten von ihnen liegen so, dass man entweder diegewölbte Grundfläche voll übersieht (a Fig. 13) oder die Pyramidenflächen alsgleich gross bemerkt (b Fig. 13). Meist handelt es sich um Lagen zwischenderartigen Scheitel- und Basalansichten (Schräglagen, c u. d Fig. 13), die besondersfür den Anfänger oft schwer zu deuten sind. Derselbe halte sich an erstereBilder, eventuell suche er sie, unter Verschieben des Deckglases, durch Rollen derSporen herbeizuführen.
Auch für Messungen sind Scheitel- und Basalansichten die geeignetsten. DerDurchmesser der Spore beträgt 30-35 fi.