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Salpetrigsäure - Isoamyläther.
Flüssigkeiten, in Folge einer Zersetzung des Salpetrigsäure-Aethyläthers,eine schwarzbraune Zone auf.
Prüfung. Die Prüfung des Spiritus aetheris nitrosi beschränkt sich haupt-sächlich auf die physikalischen Eigenschaften desselben. Er sei vollkommen flüchtig,farblos oder doch nur sehr schwach gelblich gefärbt, besitze einen angenehmenGeruch und Geschmack und zeige ein specif. Gewicht von 0,84 bis 0,85. DieReaction des Präparates sei eine neutrale oder doch nur eine sehr schwach saure.
Der Spiritus aetheris nitrosi findet als belebendes und krampfstillen-des Arzneimittel, sowie als Zusatz zu Rum, Franzbranntwein etc. Ver-wendung.
Salpetrig säure-Isoamyläth er: C 5 H n . 0 . N 0.
(C: 51,28; H: 9,40; N: 11,97; O: 27,35.)
Syn.: Aetlier amylico-nitrosus, amylum nitrosum, Amylnitrit.
Geschichtliches. Der Salpetrigsäure - Amyläther ist von Baiardim Jahre 1844 entdeckt worden.
Darstellung. In ein beliebiges, in einer mit Kühlvorrichtung versehenenBetörte (s. Fig. 13 a. S. 101) befindliches Quantum reinen Gährungsamylalko-hols vom Siedepunkte 130 bis 131C. leite man bei einer Temperatur vou 70bis 90° C. so lange Salpetrigsäureanhydrid (vergl. I. anorg. Thl., S. 245) ein,als noch der Geruch nach Amylalkohol wahrzunehmen ist. Das Reactionspro-duct werde hierauf möglichst rasch mit gebrannter Magnesia oder verdünnterSodalösung geschüttelt, die neutrale Flüssigkeit mittelst Chlorcalcium entwässertund unter Zusatz von etwas reinem Chlorcalcium und etwas gebrannterMagnesia im Wasserbade rectificirt (vergl. Fig. 14 a. S. 108). Hierbei sammleman die zwischen 90 und 96° übergehenden Antheile, aus denen sich durchnochmalige Rectification leicht ein vollständig reines, bei 94 bis 95° C. sieden-des Product isoliren lässt.
Eigenschaften. Der Salpetrigsäure-Isoamyläther ist eine leichtbewegliche, blassgelbliche, neutrale Flüssigkeit von fruchtartigem Ge-rüche und brennendem, etwas gewürzhaftem Geschmacke. In Wasserist derselbe nicht löslich, dagegen mischt er sich mit Alkohol, Aether,Chloroform und Petroleumäther in jedem Mengenverhältnisse. DasAmylnitrit siedet bei 94 bis 95° C. und besitzt bei 15° C. ein specif. Ge-wicht von 0,902 bis 0,9026. Sein Dampf verursacht eingeathmet Be-klemmungen und heftigen Kopfschmerz. Angezündet, verbrennt dasAmylnitrit mit gelber, leuchtender Flamme.
Bei längerer Aufbewahrung am Lichte und bei Zutritt der Luft er-leidet der Salpetrigsäure - Amyläther leicht eine Zersetzung. In Folgeder dabei stattfindenden Bildung von salpetriger Säure und Salpeter-säure nimmt er saure Keactiorr an und werden Yaleriansäure, Valerian-säure - Amyläther und Amylalkohol gebildet. Gegen concentrirte Eisen-