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2 (1882) Organische Chemie
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Bildung der einbasischen organischen Säuren.

ab, vom Propan: C 3 H 8 , dagegen deren je zwei, vom Butan: C 4 H 10 , derenje vier etc.

Die Anzahl der theoretisch möglichen einbasischen Säuren eines be-stimmten Kohlenstoffgehaltes ist dagegen nur ebenso gross, als die derprimären, einatomigen Alkohole desselben Kohlenstoffgehaltes, da nurletztere ohne Aenderung des Kohlenstoffgehaltes bei der Oxydation ineinbasische Säuren übergehen. So existirt z. B. von einem Gehalte von3 Atomen Kohlenstoff: C 3 , nur eine einbasische Säure, weil es von demgleichen Kohlenstoffgehalte nur einen primären einatomigen Alkoholgiebt; von einem Gehalte von 4 Atomen Kohlenstoff: C 4 , nur zwei ein-basische Säuren, da von den 4 einatomigen Alkoholen dieses Kohlen-stoffgehaltes nur zwei primärer Natur sind etc.

Vorkommen. Die einbasischen Säuren C n H 2n 0 2 , die sogenanntenFettsäuren, finden sich in der Natur in grosser Verbreitung, und zwarsowohl im Pflanzenreiche, als auch im Thierreiche. Das Vorkommendieser Säuren im freien Zustande ist nur ein beschränktes im Vergleichemit dem in Gestalt von Salzen und zusammengesetzten Aethern.

Bildung und Darstellung. Von den allgemeinen Darstellungs-methoden , deren man sich zur Gewinnung der einbasischen Säuren be-dient, sind die nachstehenden die wichtigsten und gebräuchlichsten:

1. Durch Oxydation der einatomigen, primären Alkohole, wobeizunächst ein Aldehyd und bei weiterer Oxydation eine einbasische Säurevon gleichem Kohlenstoffgehalte entsteht (vergl. S. 125 und S. 126).

2. Durch Erhitzen der Nitrile (Cyanverbindungen der Alkohol-radicale, in denen der Kohlenstoff des Cyans: CN, an ein Kohlenstoffatomdes Alkoholradieales gebunden ist) mit Kalilauge oder mit rauchenderSalzsäure, wobei die Cyangruppe: CN, unter Abspaltung des Stickstoffsin Gestalt von Ammoniak, in die Carboxylgruppe: CO. OH, über-geht, z. B.:

CH 3 CH 3

| -f KOH -(- H 2 O = | +

CN CO.OKAcetonitril Kaliumhydroxyd Wasser Essigsaures Kalium

C 2 H 5 C 2 H 5

| -f HCl + 2 H 2 0 = I +

CN CO.OH

Propionitril Chlorwasserstoff Wasser Propionsäure Chlorammonium

3. Durch Einwirkung von Kohlensäureanhydrid auf ein Gemischder Natrium- und der Zinkverbindungen einwerthiger Alkoholradicale.Ein solches Gemisch entsteht unter Abscheidung von Zink, wenn manNatrium auf die Zinkverbindungen der einwerthigen Alkoholradicale(vergl. S. 69) einwirken lässt, z. B.:

C a H B )

NH 3Ammoniak

NH*C1

C 2 H 5' ZnZinkäthylC 2 H 5 NaNatriumäthyl

4

2 NaNatrium

-f CO 2 =Kohlensäureanhydrid

= 2 C 2 H 5 N e

4- ZnNatriumäthyl Zink

C 2 H 6C 0.0 NaPropionsaures Natrium