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Gold.
bewerkstelligt werden, welche unter Entwickelung von Schweflig-säuregas das Silber, Kupfer etc. in Sulfate verwandelt, diespäter mit Wasser ausgezogen werden, wogegen das Goldzurückbleibt.
Chemisch reines Gold lässt sich nur durch Umwandlung desHandelsmetalles in Goldchlorid und Wiederfällen aus dessenLösung durch Reductionsmittel gewinnen. Dazu werden diegoldreichen Legirungen gelinde mit Königswasser erwärmt, bisdas Metall vollständig umgewandelt ist, die Flüssigkeit dannauf dem Dampfbade möglichst eingedunstet und der Rückstandmit Wasser aufgenommen. Goldchlorid und Cupridchlorür gehenin Lösung, welche von dem Chlorsilber abfiltrirt und dann mitEisenvitriol oder Oxalsäure erwärmt wird. Chlorkupfer bleibtunverändert in der Flüssigkeit, während sich metallisches Goldnach den Gleichungen
2 AuCl 3 + 6FeS0 4 = 2Fe 2 (S0 4 ) 3 + Fe 2 Cl 6 -f 2Au2 Au Cl 3 -f 3 H 2 C 2 0 4 = 6C0 2 + GHC1 + 2Auals feines Pulver abscheidet. Letzteres wird gewaschen, ge-trocknet und zusammengeschmolzen.
875. In compactem Zustande besitzt das Gold gelbe Farbeund ausgezeichneten Glanz; als feines Pulver erscheint es gelb-braun und fast glanzlos, besteht aber auch dann aus metallischglänzenden mikroskopischen Ivryställchen des regulären Sy-stems, und zwar Würfeln, wenn es durch Eisenvitriol, Octae-dern dagegen wenn es durch Oxalsäure aus der Chlorverbindungabgeschieden wurde. In letzterer Form, in Rhombendodekae-dern und manchmal sehr flächenreichen Combinationen ver-schiedener regulärer Gestalten wird es auch häufig in derNatur gefunden. Sein specifisches Gewicht ist 19,265 bei 13°.Es schmilzt bei etwa 1240° zu blaugrüner Flüssigkeit und ver-flüchtigt sich in der Knallgasflamme. Es ist das dehnbarstealler Metalle, lässt sich zu äusserst dünnen Drähten ausziehenund zu Blättchen von 0,0001 mm ausschlagen. Dieses Blatt-gold lässt das Licht mit blaugrüner Farbe durchscheinen. Beinoch feinerer Yertheilung erscheint es purpurroth und ist indiesem Zustande wahrscheinlich im Goldpurpur, einem inverdünnter Goldchloridlösung durch eine Lösung von Zinn-chlorür und Zinnchlorid entstehenden Niederschlage enthalten.Aus demselben Grunde färbt Goldchloridlösung die Haut roth.
Das Gold ist absolut luftbeständig. Von den Säuren wirdes nicht angegriffen, von Königswasser leicht zu Goldchlorid