Silicate.
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Aluminiumsilicate.
732. Kieselsaure Salze des Aluminiums, vorzugsweise Salzevon Polysilieiumsäuren, kommen in der Natur ausserordentlichverbreitet vor; reine Aluminiumsilicate allerdings in geringererZahl, z. B. der rhombisch krystallisirte Andalusit und mono-kline Disthen oder Cyanit, welche beide nach der FormelAl 2 Si0 5 = Si0 4 (Al 2 0) oder Si0(0.A10) 2 zusammengesetztsind. Ein Silicatfluorür des Aluminiums ist der Topas:
Ausserordentlich zahlreich dagegen sind Doppelsilicate, welcheausser Aluminium noch ein oder mehrere basische Metalle ent-halten, und wesentlichen Antheil an der Bildung der Erdrindehaben. Die wichtigsten Aluminium-Alkalimetall-Silicate sindder regulär krystallisirende
und die meisten Feldspath- und Glimmerarten, welcheindessen theilweise auch alkalische Erdmetalle und Magnesiumenthalten. Unter den Feldspathen sind namentlich der mono-kline Orthoklas, K 2 Al 2 Si 6 0 16 , und der trikline Albit,Na 2 Al. 2 Si 6 0 16 , zu erwähnen. Ferner gehören hierher mehrereder regulär krystallisirenden Granaten, unter welchen derfarblose Kalk-Thonerde-Granat der Formel Ca 3 Al 2 Si 3 0 12 ent-spricht, während die übrigen an Stelle des Aluminiums theil-weise oder vollständig Eisen, fiir Calcium dagegen Magnesium,Mangan und Eisen im Ferrozustande enthalten. Ein Aluminium-Berylliumsilicat ist der Beryll, Be 3 Al 2 Si 6 0 18 , welcher, durchetwas Chrom grün gefärbt, den kostbaren Edelstein Smaragdbildet.
Nicht selten treten hydratische Silicate des Aluminiumsauf, welche beim Glühen sämmtlich Wasser abgeben und beigleichzeitigem Gehalte an Metallen der Alkalien oder alkali-schen Erden schon durch wässerige Salzsäure zersetzt werden.Sie bilden die Gruppe der Zeolithe; z. B. Mesotyp oderNatrolith, Na 2 Al 2 H 4 Si 3 0 12 , und Skolezit, Ca Al 2 H 4 Si 3 0 12 .Der plastische Thon dagegen, ein Zersetzungsproduct derFeldspatharten, welcher in reinstem Zustande das Kaolin oder
Al 2 Si 0 4 F1 2 = Si 0 4 (Al 2 Fl ä ).
L e u c i t = K 2 Al 2 Si 4 0 12 oder
KO . (SiO) . 0 . AI • 2 • Si 0
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KO . (SiO) . 0 . AI ' q • SiO