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Aluminiumsalze.
Ammoniakalaun, (NH 4 ) 2 Al 2 (S0 4 ) 4 24H 2 0, ähneltdem Kalialaun nach Aussehen und Löslichkeitsverhältnissenund Verhalten in gelinder Hitze so sehr, dass er sich von dem-selben ohne ehemischen Nachweis des Ammongehaltes durchErhitzen mit Kalilauge nicht unterscheiden lässt. Bei heftigemGlühen hinterlässt er reines Aluminiumoxyd.
Erhitzt man ein Gemenge von schwefelsaurem Silber undAluminiumsulfat mit wenig Wasser in zugeschmolzenen Glas-röhren in einem Oelbade, bis sich das Silbersulfat gelöst hat,so krystallisiren beim Erkalten Octaeder von Silberalaun,Ag 2 Al 2 (S0 4 ) 4 -f~ 24H 2 0, welche durch reines Wasser wiederzersetzt werden.
Auch die Selensäure bildet ächte Alaune, z. B. Iv 2 Al 2 (Se0 4 ) 4-f- 24H 2 0, ja es werden solche sogar erhalten, wenn manselensaures Kalium mit schwefelsaurem Aluminium, oder Kalium-sulfat mit Aluminiumselenat in Lösung mischt und krystalli-siren lässt. Dem ersteren kommt die Formel K 2 Al 2 (S0 4 ) 3 (Se 0 4 )-f- 24 II, 0, dem letzteren K 2 Al 2 (Se 0 4 ) s (S 0 4 ) -f- 24H 2 0 zu.
Aluminium pjiosphate.
731. Das Aluminium bildet mit der Phosphorsäure zahl-reiche, meist amorphe, unschmelzbare und basische Salze,welche sich ausnahmslos in den stärkeren Mineralsäuren undAlkalilaugen lösen.
Aus einer neutralen Aluminiumsalzlösung fällt Dinatrium-phosphat einen gallertartigen Niederschlag des neutralen Salzes,A1 2 (P0 4 ) 2 , mit wechselndem Wassergehalte, welcher sich imExsiccator so weit vermindert, dass dem Rückstände die For-mel AI 2 (P0 4 ) 2 -f- 6 H 2 0 zukommt, und beim Glühen vollständigentweicht, worauf das Salz in Säuren unlöslich ist. Eine andereVerbindung, Al 2 (P0 4 ) 2 -)-8 H 2 0, kommt in der Natur alsG i b b s i t vor. Durch Erwärmen mit nicht zu viel heisserwässeriger Phosphorsäure geht der frisch gefällte Nieder-schlag in das ebenfalls unlösliche saure Salz, A1 2 H 6 (P0 4 ) 4-(- 5H 2 0, über, während durch Digeriren mit Ammoniak ba-sische Salze entstehen. Letztere finden sich von mancherleiZusammensetzung mineralisch , so z. B. der W a w e 11 i t,AI« (PO 4 ) 4 (OH) 6 + 10H 2 0, der Kalait, Al a (P0 4 ) (0H) 3 + H a 0,welcher, wenn durch Kupferverbindungen blau gefärbt, alsSchmuckstein unter dem Namen Türkis hoch geschätzt ist.