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1 (1877) Anorganische Chemie
Entstehung
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629
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Phosphate.

G29

2 Na 2 (NII 4 )P0 4 -f 3CaCl 2 = Ca 3 (P0 4 ) 2 +■ 4 NaCl-(- 2NH ( Cl.

Sie lösen sich in verdünnter Salzsäure, Salpetersäure und Essig-säure unter Ueberführung in saure Phosphate auf; z. B.:Ca 3 (P 0 4 ) 2 -f 4 HCl = 2 Ca Cl 2 -f CaH 4 (P0 4 ) 2 .

Zweibasische Alkaliphosphate geben ohne Ammoniakzusatzebenfalls weisse Niederschläge, welche aus einem Gemengevon zweibasischem mit etwas dreibasischem Phosphat bestehen.Säuert man dagegen eine der Flüssigkeiten vorher mit etwasEssigsäure schwach an, so fällt nur zweibasisches Phos-phat; z. B.:

Na 2 HP0 4 -f CaCl 2 = CaHP0 4 -f 2NaCl,welches bei längerem Verweilen unter der Mutterlauge »11-mälig in deutliche Krystalle übergeht und sich gegen Säurenwie das neutrale Salz verhält.

Die einbasischen, stark sauer reagirenden Salze derPhosphorsäure entstehen beim Auflösen der beiden vorigenin der erforderlichen Menge Phosphorsäure und bleiben beimVerdunsten der Flüssigkeit kristallinisch zurück:

Ca 3 (P0 4 ) 3 +■ 4H 3 P0 4 = 3CaH 4 (P0 4 ) 2Ca H P 0 4 + H 3 P 0 4 = Ca H 4 (P 0 4 ) 2 .

Die Lösung in viel reinem Wasser zersetzt sich bei län-gerem Stehen, schnell beim Erhitzen in freie verdünnte Phos-phorsäure und krystallinisch ausfallendes zweibasisches Salz:Ca II 4 (P0 4 ) 2 + x H 2 0 = Ca HP 0 4 -f (H 3 P0 4 -f- xH 2 0).

Auch bei Behandlung der zwei- und dreibasischen Salzemit der erforderlichen Menge wässeriger Schwefelsäure resul-tiren unter Abscheidung von Sulfat die Lösungen von eiuba-sisch saurem Salz.

Beim Erhitzen der beiden sauren Salze entweicht Wasserund es hinterbleiben neutrale Pyro -, resp. Meta-Phosphate,welche in Wasser unlöslich sind; z. B.:

2 Ca HP0 4 = H 2 0 -I- Ca 2 P 2 0 7Ca H 4 (P 0 4 ) 2 = 2H 2 0 + Ca (P0 3 ) 2 .

539. Neutrales oder dreibasisch phosphorsauresCalcium findet sich zuweilen krystallisirt als Ornithit,Ca 3 (P0 4 ) 2 -f- 2H 2 0,