60li Haloide der Erdalkalimetalle.
triumamalgam auf eine heisse, gesättigte Chlorbariumlösung,welche öfters erneuert wird, bis alles Natrium durch Bariumersetzt ist:
Na 2 Hg x -f- BaCl 2 = 2NaCl -f- BaHgx.
Das halb flüssige Bariumamalgam wird zur vollständigenEntfernung von Salzen unter Wasser ausgeknetet, getrocknetund durch Abpressen in einem Tuche von überschüssigemQuecksilber getrennt. Aus der krystallinisch zurückbleibendenfesten Verbindung von Barium mit Quecksilber wird letzteresin einer Atmosphäre von Wasserstoflgas oder Steinöldampfabdestillirt.
Die Farbe des metallischen Bariums wird von weisslichbis goldgelb angegeben. Es ist ziemlich schwer, sinkt z. B. inconcentrirtester Schwefelsäure schnell unter, und zersetzt dasWasser mit grösster Lebhaftigkeit. An der Luft erhitzt ver-brennt es mit rothgrüner Flamme. Alle löslichen Verbindun-gen des Metalles sind entschiedene Gifte.
Halogenverbindungen der alkalischenErdmetalle.
508. Die Metalle der alkalischen Erden vereinigen sichmit je zwei Halogenatomen zu krystallisirbaren Haloiden. Die-selben werden leicht beim Auflösen der kohlensauren Salzein wässerigen HalogenwasserstofFsäuren oder durch Sättigungder letzteren mit den basischen Hydraten gewonnen. Unterallen sind die Fluorüre die am schwersten, die an feuchter Luftzerfliesslichen Jodüre dagegen die am leichtesten in Wasserlöslichen Verbindungen. Die letzteren sind wenig beständig,da sie durch den Luftsauerstofif nicht nur beim Glühen voll-ständig in Oxyd und freies Jod zersetzt werden:
2 Ba J 2 -f 0 2 = 2 Ba 0 -f- 2 J 2 ,sondern auch in feuchtem Zustande unter Abscheidung braunfärbenden Jodes und in kohlensaure Salze übergehen:2 BaJ 2 + 2*C0 2 + 0 2 = 2BaC0 3 + 2 J 2 .