Kohlenoxysulfid.
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Wasser und 5 Volumen englischer Schwefelsäure einträgt. Wiedie Cyansäure durch Schwefelsäure in Kohlensäureanhydridumgesetzt wird, so liefert die Thiocyansäure Kohlenoxysulfid:KS.CN + 2H, S0 4 4 II 2 0 = KHS0 4 + (NH 4 )HS0 4-1- CSO.
Von beigemischten Dämpfen von Blausäure und Schwefel-kohlenstoff wird das Kohlenoxysulfidgas durch Ueberleiten überfeuchtes Quecksilberoxyd und dünne Kautschukschnittchen be-freit. Es ist ein farbloses, eigenthümlich riechendes Gas von2,10 Dichte, welches sich sehr leicht entzünden lässt und mitblauer Flamme verbrennt:
2 CSO + 30 2 = 2C0 2 + 2SO a .
Schon bei starker Rothgluth wird es in Kohlenoxyd undSchwefel dissociirt. Wasser absorbirt etwa sein gleiches Vo-lum des Gases, die Absorption zersetzt sich aber mit der Zeitin Schwefelwasserstoff lind Kohlensäureanhydrid:
CSO + H 2 0 = C0 2 + H 2 S.
Einige natürliche Schwefelquellen, wie z. B. die von Paradin Ungarn, enthalten Kohlenoxysulfid.
282. Carbothiony 1 dichlorür, CSCl s , demCai-boxyl-dichlorür (§. 233) entsprechend, entsteht bei lang andauernderEinwirkung von trockenem Chlor auf Schwefelkohlenstoff:
CS 2 + 2C1 2 = SC1 2 -f CSC1 2und beim Erhitzen von Phosphorpentachlorür mit Schwefelkohlen-stoff in starkwandigen zugeschmolzenen Glasröhren auf 200°:PC1 5 + CS 2 = PSC1 3 + CSC1 2 .
Es ist ein schweres, farbloses, stechend riechendes Oel ;welches bei 70° siedet.
Ein dem Kohlenoxyd entsprechendes einfaches Sulfid desKohlenstoffs, CS, hat bisher nicht dargestellt werden können.Eine procentisch ebenso zusammengesetzte Verbindung vonviel höherem, jedoch unbekanntem Moleculargewichte, C x S x ,setzt sich indessen als rothbrauner, den Glaswandungen derFlaschen meist fest anhaftender amorpher Körper aus Schwefel-kohlenstoff ab, wenn dieser lange Zeit vom hellen Sonnenlichtegetroffen wird. Gleichzeitig löst sich im Schwefelkohlenstoffetwas Schwefel auf:
xCS 2 = Cx Sx 4 x §-