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Zucker.
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Kohlensäure und Wasser, bei 250° C. ist der Zucker vollständig ver-brannt.
Beim Erhitzen von Zucker oder Luft entwickelt sich ein eigen-thümlicher gewürzhaft stechender Geruch (bei grossen Massen vonZucker zeigt sich Geruch nach Acrolein, die Dämpfe reizen die Augen)und stärker erhitzt verbrennt die Masse mit hellleuchtender Flamme.
Reine Zuckerlösung verändert sich bei Luftabschluss nicht; beiEinwirkung von Luft entsteht Invertzucker, um so reichlicher je grösserdie Berührung mit Luft ist; bei sehr grosser Oberfläche verwandelt sichder Zucker schon in 36 Stunden vollständig ia unkrystallisirbarenZucker (Hochstetter).
Gelöster Rohrzucker mit etwas Kalk versetzt hatte sich unter einerSchicht ozonisirtem Terpentinöl nach 7 Monaten in Oxalsäure ver-wandelt (Berthelot).
3. Durch Salpetersäure. Rauchende Salpetersäure löst denRohrzucker, auf Zusatz von Schwefelsäure scheidet sich Nitrozuckerals zähe Masse ab. Derselbe Körper bildet sich auch beim Lösen vonZucker in einem Gemenge von Salpetersäure und Schwefelsäure. Istdas Säuregemisch erwärmt, so findet die Lösung von gepulvertem Zuckerunter Erhitzen statt, die selbst bis zur Entzündung sich steigern kann.
Bei Einwirkung von wässeriger Salpetersäure auf Zucker bildet sichneben Kohlensäure Oxalsäure, Zuckersäure, Weinsäure und Cassonsäure;je nach Menge und Stärke der Salpetersäure und der Temperatur bei derEinwirkung entsteht vorzugsweise die eine oder andere Säure. BeiEinwirkung überschüssiger und kochender Säure entsteht hauptsächlichKohlensäure und Oxalsäure. Wird 1 Thl. Zucker mit etwa 3 Thln.Salpetersäure von 1,27 nicht über 50° C. warm, so entsteht haupt-sächlich Zuckersäure (s. d. Art.), und nur sehr wenig Oxalsäure. Wein-säure bildet sich nur in geringer Menge. In der Mutterlauge von Oxal-säure oder Zuckersäure findet sich nach Sie wert Cassonsäure, eine bisjetzt nicht näher untersuchte Säure (s. d. Art. 2. Aufl. Bd. II, 2, S. 825).
4. Durch Schwefelsäure Rohrzucker wird durch Schwefel-säurehydrat, wenn beim Mischen keine Einwirkung eintrat, braun ge-färbt ohne Abscheidung von Kohle oder schwefliger Säure; nachPeligotentsteht hierbei eine der Zuckerschwefelsäure ähnliche oder damit iden-tische Säure, und eine schwarze Ulminsäure, wie sie durch Einwirkungvon Alkalien auf Glucose entsteht. Wird Zucker rasch mit der Säuregemischt, so findet Erwärmung statt, und es bildet sich Ameisensäureund Essigsäure neben schwefliger Säure. Beim Erhitzen von Zuckermit Schwefelsäure tritt Verkohlung ein, es entwickelt sich schwefligeSäure Kohlensäure und hauptsächlich Kohlenoxyd.
Gleiche Volume Rohrzuckersyrup und concentrirter Schwefelsäuregeben nach beendigter Einwirkung mit 5 bis 10 Vol. Wasser verdünnteine Flüssigkeit die auch bei trübem Tageslicht prachtvoll fluorescirt;die Fluorescenz verschwindet nicht beim Sieden wohl aber bei der Neu-tralisation mit Basen; die Flüssigkeit enthält eine Säure deren Baryt-salz firnissartig eintrocknet (Simmler 1 ).
Verdünnte Schwefelsäure verwandelt den Rohrzucker schon inder Kälte rascher in der Wärme am schnellsten bei 60° bis 70° C.in Invertzucker d. i. ein Gemenge gleicher Atome Glucose und Levu-
!) Chem. Centralbl. 1802, S. 378.