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9 (1864) [U - Z]
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Zoochemie, thierische.

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fertig gebildet zugeführt, um zu Theilen des Organismus zu werden einervorgängigen Assimilation bestehend in moleeularen Urnlagerungenoder wenig tiefgreifenden chemischen Metamorphosen bedürfen, und dieals solche im normalen Zustande des Organismus nur in seltenen Aus-nahmefällen aus dem Körper ausgeschieden werden: Gewebsbildner. Die dritte Gruppe endlich umfasst diejenigen Stoffe, deren Bil-dung im Organismus selbst erfolgt und zwar durch Desassimilationd. h. durch secretbildende Processe, oder den Zerfall der Gewebe undOrgane: Producte der regressiven Stoffmetamorphose imengeren und weiteren Sinne. Sie werden aus dem Organismus alssolche, oder nachdem sie zu den Endprodukten verbrannt sind, ausge-schieden.

Die anorganischen Stoffe werden dem Thierkörper grösstentheilsbereits fertig gebildet in der Nahrung zugeführt, und verlassen ihnmeist auch in derselben Form in der sie ihn betreten. Die bemerkens-wertheste Ausnahme hiervon machen die zum grössten Theil erst imOrganismus gebildete Kohlensäure, das von der Oxydation des Was-serstoffs der organischen Bestandtheile stammende Wasser und dieSchwefelsäure der hauptsächlich durch den Harn ausgeschiedenenschwefelsauren Salze, die zum Theil von dem Schwefel der Albuminatestammt. Die anorganischen Stoffe finden sich im Allgemeinen in allenthierischen Flüssigkeiten und Geweben, doch mit Ausnahme der Kno-chen und Zähne in vorwiegender Menge in ersteren. Einige kom-men in allen Geweben und thierischen Flüssigkeiten vor wie z. B.Wasser und Kochsalz, während andere z. B. die Respirationsgase aufgewisse Organe beschränkt sind. Das Gesammtgewicht der anorgani-schen Körperbestandtheile, das Wasser natürlich dazu gerechnet, über-wiegt jenes der organischen Stoffe.

Die anorganischen Bestandtheile thierischer Organismen sind fol-gende: I. Wasser. II. Gase, und zwar: Sauerstoffgas, Wasser-stoffgas, Stickstoffgas, Kohlensäuregas, Sumpfgas, Schwe-felwasserstoffgas. III. Salze, und zwar: Chlornatrium, Chlor-kalium, Chlorammonium, Fluorcalcium, kohlensaures Na-tron, kohlensaures Kali, kohlensaures Ammoniak, kohlen-saurer Kalk, kohlensaure Magnesia, phosphorsaures Na-tron, phosphorsaures Kali, phosphorsaurer Kalk, phosphor-saure Magnesia, phosphorsaure Ammoniak-Magnesia, phos-phorsaures Natron-Ammoniak, schwefelsaure Alkalien,schwefelsaurer Kalk. IV. Freie Säuren: Chlorwasserstoff-säure (Magensaft), Schwefelsäure (Speicheldrüsensecret von Do-lium Galea), Kieselsäure. V. Endlich Metalle, deren Verbin-dungsform nicht mit Sicherheit ermittelt ist: Eisen, Mangan,Kupfer,Blei. Von allen diesen Stoffen sind einige, wie Sumpfgas, Schwefel-wasserstoffgas, kohlensaures Ammoniak, Kupfer und Blei als mehr zu-fällige oder auch wohl pathologische Bestandtheile zu betrachten. DieSalze sind zum grossen Theil in Lösung, andere dagegen sind in festerForm abgelagert, und einzelne kommen auch wohl krystallisirt vor.

Auch die gasförmigen Stoffe sind unter gewissen Umständen inFlüssigkeiten des Thierkörpers gelöst. Aber kein anorganischer Be-standtheil des Thierorganismus ist während der ganzen Lebensdauerin fester Form sei es amorph oder krystallisirt abgelagert; es ist viel-mehr ein allgemeines Gesetz, dass die anorganischen Bestandtheile des