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9 (1864) [U - Z]
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Zobtenfels. Zoisit.

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Farbe und ziemlich dichtem Gewebe. Sie riecht camphorartig gewürz-haft und schmeckt aromatisch bitterlich. Nach Bucholz !) enthält sieausser flüchtigem Oel bitteres Weichharz, bitteren Extractivstoff, Gummi,Stärke u. s. w. Das Oel ist trübe weisslich gelb dickflüssig, riechtund schmeckt camphorähnlich und besteht aus zwei Oelen, wovon daseine leichter das andere schwerer ist als Wasser. Wp.

Zobtenfels, Urgrünstein, Schillerfels, serpentinarti-ger Granit, nach dem Vorkommen am Zobtenberge in Schlesien ge-nannt, eine Gebirgsart für welche jetzt die Namen Gabbro oder Eu-photid in Gebrauch sind. Der Gabbro ist ein krystallinisch-körnigesgemengtes Gestein, welches Labradorit oder Saussnrit, Amphibol be-sonders als Smaragdit, oder Augit besonders als Diallagit enthält, wo-nach Labradorit- Saussnrit- Diallagit- oder Smaragdit-Gabbro unter-schieden werden. Der Gabbro ist gewöhnlich massig und grobkörnig,doch auch feinkörnig und dann ähnlich manchen Dioriten oder Dia-basen, daher wie diese Grünstein genannt. Zuweilen tritt der Gabbroporphyrartig variolitisch, geschichtet bis schiefrig auf. K.

Zölestin,'Iestinspath, syn. Cölestin.

Z O \ O d 1 n nennt Bonjeaii eine Substanz, welche sich nach ihm ausdem Wasser absetzt, das von Glairin (s. Baregin 2. Aufl. Bd. II, 1,S. 644) aus reinen Schwefelwässern genommen abtropft; es bildet ge-ruchlose und geschmacklose violette Blättchen, die sich am Licht nichtverändern, in Wasser unlöslich sind; durch Alkalien braun, durch Sal-petersäure und Salzsäure gelblich roth werden.

Zoisit, Kalkepidot, Saualpit, Illuderit, 3CaO.Si0 3 +2 (Al 2 0 3 . Si 0 3 ), mit etwas Eisengehalt nach den Analysen von Klap-roth 2 ) des von der Saualpe in Kärnthen und des vom Radelgraben,von Bucholz 3 ) des von Gefrees am Fichtelgebirge, von Strom ey er 4 )des von Sterzing in Tirol, von Geffken 6 ) des von Faltigel in Tyrolund des aus dem Fichtelgebirge, von Thomson 6 ) des aus Kärnthenund von Williamsburgh in Massachusetts, von Besnard 7 ) des vonGrossari in Salzburg, von G. J. Brush 8 ) des von Unionville in Penn-sylvanien, von C. Rammeisberg 9 ) des von Goshen in Massachusetts,von der Saualpe in Kärnthen, von Gefrees am Fichtelgebirge, von Ster-zing in Tirol, aus dem Thale Fusch im Pinzgau im Salzburgischen,aus dem Meiggerthal am Monte Rosa in Wallis, von R. Hermann 10 )des vonFaltigl in Tyrol, von M. Richter n ) des von Sterzing in Tyrol,von Kulesza I2 ) des von der Saualpe in Kärnthen, von F. A. Genthund Trippel 13 ) des aus der Polk County Grube in Tennessee. DerZoisit findet sich gewöhnlich in undeutlichen langgestreckten prisma-tischen bis strahligen Krystallen oder derb mit stengliger Absonderung

i) Taschenb. f. Scheidek. u. Apoth. 1817, S. 1; Repert. f. d. Pharm. Bd. XX,S. 376. 2 ) Dessen Beiträge Bd. IV, S. 183 ; Bd. V, S. 41. 3) Gehlen's Journ.Bd. I, ,S. 201. *) Unters. S. 390. B ) PJpidotorum quorundara analysis, Dissert.Jenae, 1824. 6 ) Dessen Outlin. Vol. I, p. 271. 7 ) Journ. f. pvakt. Chem.Bd. V, S. 212. 8) sm. Amer. Journ. [2.] T. XXVI, p. 69. ») Pos;g. Annal.Bd. C, S. 133. 10) Journ. f. prakt. Chem. Bd. XLIII, S. 35. «) Haidinger'sBerichte Bd. III, S. 114. 12) Wien. Akad. Sitzungsber. Bd. XIV, S. 35313) Sill. Amer. Journ. T. XXXIII, p. 197.