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9 (1864) [U - Z]
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Zink, Erkennung und Bestimmung.

mit schwefliger Säure versetzt ist, durch eine Lösung von Jod in wäs-seriger schwefliger Säure gefällt werden; nach 12stündigem Absetzenwird das Kupferjodür abfiltrirt, und aus dem Filtrat das Zink mittelstkohlensaurem Alkali gefällt.

Bobierre J ) erhitzt Kupfer und Zink in einem raschen StromWasserstoffgas in einem Borcellanrohr zum Rothglühan, wobei Zinksich verflüchtigt (bei hoher Temperatur auch etwas Blei), währendKupfer zurückbleibt.

Deville 2 ) trennt Kupfer und Zink, indem er die Legirung mitSalpetersäure 20 Minuten lang kocht (um Zinnoxyd und Kieselsäureabzuscheiden), das Filtrat wird abgedampft und geglüht, und nachdem Wägen und Zerreiben in Wasserstoffgas schwach geglüht; man er-hält so ein Gemenge von metallischem Kupfer (aucli Blei und Eisen)mit Zinkoxyd; der Gewichtsverlust giebt den mit Kupfer (Blei undEisen) verbundenen Sauerstoff; man bringt das Gemenge in reine vonSäuren des Stickstoffs durch Kochen mit schwefelsaurem Ammoniak,von Luft durch Kochen und Einleiten von Wasserstoffgas befreite sehrverdünnte Schwefelsäure, wo Zink und Eisen, wenn letzteres vorhanden,sich lösen; das Filtrat giebt nach dem Abdampfen bis auf etwa 400° C.erhitzt Zinksulfat; enthält es noch Eisen, so wird das Salz in einerMuffel zur vollständigen Vertreibung der Schwefelsäure geglüht; dieOxyde werden dann mit concentrirter Salpetersäure behandelt, woraufnach Zusatz von salpetersaurem Ammoniak mit etwas Ammoniak sichdas Zinksalz löst, und dann mit Schwefelammonium gefällt werdenkann.

Haut efeuille 3 ) hat ein Verfahren beschrieben das Kupfer ausder Lösung mittelst metallischem Blei abzuscheiden und aus dem Fil-trat zuerst Blei dann Zink zu fällen; das Verfahren bietet jedoch man-che Nachtheile, ist namentlich sehr umständlich und gewährt auf deranderen Seite keine wesentlichen Vortheile.

Kadmiumoxyd kann von Zinkoxyd auch durch Fällen mittelstSchwefelwasserstoff aus saurer hinreichend verdünnter Lösung getrenntwerden. Oder nach Aubel und Bamdohr 4 ) in der Weise, dass dieneutrale Lösung mit hinreichend Weinsäure vermischt und darauf mitNatronlauge bis zur alkalischen lieaction versetzt wird; mit Wasserverdünnt und längere Zeit gekocht scheidet sich alles Kadmiumoxydab, das Zinkoxyd bleibt gelöst.

Eisenoxyd und Zinkoxyd lassen sich durch kohlensauren Barytoder durch bernsteinsaures Ammoniak trennen (s. Eisen, Erken-nung und Bestimmung, 2. Aufl. 15d.II, 3, S. 571); oder indem mandie Lösung der Basen in überschüssiger Essigsäure mit Schwefelwasser-stoffgas trennt, wo Schwefelzink niederfällt. Sind die Oxyde nicht inEssigsäure löslich, so werden sie mit concentrirter Schwefelsäure ineiner Platinschale erhitzt, bis sie sich gelöst haben, und der grössteTheil der überschüssigen Schwefelsäure verflüchtigt ist. Die Flüssig-keit wird dann verdünnt, kalt mit essigsaurem Baryt gefällt, und danach

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l) Compt. rend. T. XXXVI, p. 244 u. 736; Jahresber. 1853, S. 676. 2 ) Annal.de chim. et de phys. [3.] T. XLIII, p. 473; Pharm. CentralW. 1855, S. 426.3 ) Compt. rend. T. XL, p. 137. *) Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. CHI, S. 33;Joui-h. f. prakt. Chem. Bd. LXXII, S. 184.